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30. Mai: Auf dem Napf

Hedy, solltest du das lesen: Du weisst, ich mag dich wahnsinnig gern. Trotzdem werde ich jetzt etwas sticheln müssen ;o)

Aaaaalso: Hedy und ich entschieden uns gestern ja spontan dafür, heute auf den Napf zu kraxeln. Sie meinte, vom Bramboden aus sei die Strecke "praktisch eben, es hat kaum Steigung"! Tja, nachdem wir uns vor zwei Jahren auf dem Napf verlaufen hatten - weil Hedy einen anderen Weg zum Auto kannte (oder eben halt nicht kannte!!!) - hätte ich es ja besser wissen sollen! Also bin ich eigentlich selbst Schuld. Die Strecke war wunderschön und die Hunde konnten fast die ganze Zeit frei laufen - aber eine Strecke mit wenig Steigung sieht definitiv anders aus. Gut, jeder, der den Napf kennt, wird über die Aussage den Kopf schütteln und wahrscheinlich wäre ich mit ein wenig logischem Denken auch darauf gekommen, dass das nicht stimmt. Aber was soll's! Schön war's. Zwei Stunden rauf - Dessert - zwei Stunden runter... Total 14 Kilometer.

Auf dem Napfgipfel waren nur wenig Leute. Ein Frauenduo hatte eine Papillon-Dame dabei. Das kleine Kläffvieh (entchuldigt den Ausdruck, aber es war echt so!) rannte andauernd bellend auf Balou zu, blieb in etwa zwei Metern Entfernung stehen und bellte ihn weiter an. Balou sah sie an, wedelte und ich dachte mir: "Wäre auch ein tolles Znüni für meinen Grossen." ;o) Wie quittierte das Papillon-Damen-Frauchen die ganze Sache: Sie rief sie zu sich. Doch angeleint hat sie sie nicht, so dass der kleine Terrorist sicher an die zehn Mal kläffend vor Balou stand. So was kann ich nicht verstehen... In so einem Fall leint man seinen Hund doch an, oder? Aber vielleicht bin ich ja vollkommen daneben... Als wir uns dann bereitmachten zum Rückweg, stand das kleine Kläffdings nur noch fünfzig Zentimeter von meinem Bären weg und blaffte ihn wieder an. Leider bin ich nicht mutig genug - doch eigentlich hätte ich Balou einfach losbinden sollen. Ich weiss ja, dass er ihr nichts getan hätte. Nur dachte ich, die anderen Gäste wären wahrscheinlich nicht begeistert, von einem spielenden und rumrennenden Pudel... Nun, wie auch immer: Jetzt weiss ich, was ich falsch mache: Ich setze Balou zu viele Grenzen - eigentlich sollte ich ihn einfach machen lassen, was er will und ihn mit einem gesäuselten: "Balou, biiiitte komm zu mir." :o(

An zwei Orten war uns etwas mulmig zumute: Einmal mussten wir durch eine Weide mit Mutterkühen und einem Stier - das andere Mal durch eine Weide mit Mutterkühen mit ganz jungen Kälbern. Mit Hund ist das nicht immer ohne - doch unsere Wauzis waren ganz artig und die Rindviecher haben sich vorbildlich benommen! Danke!

Nun liegt Balou bereits seit einer Stunde in seinem Bettchen im Esszimmer - obwohl ich im Wohnzimmer bin. Das ist eher selten. Aber nach so einer spannenden Wanderung ist selbst ein aktiver Powerpudel etwas müde :o)

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29. Mai: Verliertag

Manchmal staune ich ja echt über Balou. Bei der Abendrunde mit Joya und Hedy tobte Balou - mit der Schleppleine - durch die Wiese. Er holte seinen Futterbeutel und brachte ihn artig zurück. Irgendwann fiel mir auf: Balou sieht irgendwie nackt aus... Warum? Er hatte die Schleppleine verloren! Suuuuuper! Wie kann man eine Schleppleine verlieren? Balou kann das. Nachdem mein Pudeli ja schon seine normale Leine abschütteln kann, schafft er es also auch, seine Schleppleine irgendwie loszuwerden. Genial, und so praktisch. Schliesslich gibt es ja keinen Grund, wieso Mister Hund an der Leine ist... Also marschierten wir Frauen mal zurück und suchten die Leine. Gott sei Dank ist das Ding neonorange und so fanden wir sie relativ schnell in der Wiese.

Etwas später trabte Balou gemütlich neben mir her, Futterbeutel in der Schnauze. Und als ich das nächste Mal hinsah: Kein Futterbeutel mehr in der Schnauze. Den hatte er einfach mal fallen lassen! Gott sei Dank sucht er den Beutel - im Gegensatz zu Leine - auf Befehl! ;o)

26. Mai: An der Aare

Mit Katja und Blue waren wir heute an der Aare. Es war ein gemütlicher Spaziergang bei Sonnenschein. Frauchens plauderten, Hundis schnüffelten und rannter rum... Traumhaft! Und zum Abschluss gab es ein feines Spargelznacht von Koch Nik Gygax. Mmmmh.

 

24. Mai: Lagerbesuch

Unsere Hochschule war von der 1. bis 6. Klasse im Lager im Eigenthal: 33 Kinder, zwei Lehrpersonen, einige Begleitpersonen und ein Küchenteam. Am Donnerstagmorgen fuhren dann die Heilpädagogin (also ich) und der Schulhund (also Balou) früh los und trafen um sieben Uhr im Lagerhaus ein. Von dort marschierten wir gleich weiter mit der Klassenlehrerin und richteten die Posten für den Sporttag ein. Gaaanz am Ende des Tales liess mich dann die Klassenlehrerin mit Balou einfach so sitzen - an einem schönen Picknickplatz - allerdings im Schatten. Dort war der Endpunkt des Postenlaufes. Da schon klar war, dass es einige Zeit dauern würde, bis die ersten Kids auftauchen würde, gingen Balou und ich also nochmals etwas an die Sonne auf die Terrasse der Gastwirtschaft Unterlauelen. Dort wurde Balou von den Kindern des Gasthauses bewundert und gekrault, was er mit einem sanften Wedeln quittierte.

Schliesslich gingen wir zum immer noch schattigen Picknickplatz zurück und warteten auf das Küchenteam. Als die ankamen, hiess es zuerst mal auspacken helfen. Nach und nach tropften die ersten Gruppen ein. Von da an hatte ich viel zu tun: Die Resultate der Kinder auswerten, die Gruppenresultate zusammenrechnen. Balou wuselte in der Zwischenzeit zwischen den Kindern herum, bis ich ihn - zum Schutz der Würste auf dem Grill und der schnüffelnden Hundenase - festband.

Nach der Grillsaison durfte der fröhliche Hund dann wieder rumrennen. Er genoss viele Krauleinheiten und die Kinder. Gemeinsam mit der ganzen Bande wanderten wir alle zurück zum Lagerhaus. Balou und ich spielten Schlusslicht und schoben die letzten, langsam müden Kids vor uns her. Dabei durften die Kinder abwechslungsweise Balou halten.

Abends sassen die Kinder am Tisch, ich legte Balou auf seine Decke und befahl ihm PLATZ und BLEIB. Dann ging ich aus dem Speisesaal raus, um beim Herauftragen des Nachtessens zu helfen. Als ich zurückkam - war Balou verschwunden. Aus dem Speisesaal gehen zwei Türen raus: Eine war geschlossen, die andere offen. Die Haustüren waren weit offen, so dass Balou sich einfach hätte rausschleichen können. Ich rief erstmal nach Balou, dann sah ich mal nach, ob er zwischen den Kindern war - aber nichts. Also lief ich aus dem Haus, rief, pfiff... Mir wurde langsam mulmig: Rund ums Haus waren Schafherden, zum Teil durch Herdenschutzhunde überwacht, eingezäunt zwar, aber trotzdem... Als ich ein Winseln hörte und gleichzeitig wütenden Gebell vernahm, wurde mir mulmig zumute. Ich rannte zum Bauernhof - und sah den Bauern die Schafe und Hunde füttern. Von Balou keine Spur. Also ging ich nochmals zum Lagerhaus und in den Speisesaal. Dort fragte ich die Sechstklässler, ob jemand von ihnen Balou versteckt habe. Wer weiss, dachte ich, vielleicht wollten sie mir einen Streich spielen? Die Jungs sahen mich an und verneinten, was ich ihnen auch sofort glaubte. Doch einer der Erstklässler meinte: "Also, als ich zur Türe reinkam, ging Balou raus." Ich hötte mich in den Hintern beissen können: Ich war immer nur zur offenen Türe raus gegangen, nie durch die geschlossene, weiss ich doch, dass Balou keine Türen öffnen kann. Als ich die Tür öffnete und rausging, sass Balou gespannt wie eine Feder auf der Treppe und rührte sich kaum vom Fleck. "Weisst du, Frauchen, ich habe gehört, wenn man verloren geht, soll man da bleiben, wo man ist. So finden einem die Frauchens wieder." Als ich ihn zu mir rief, kam er angerannt und kuschelte sich an mich - und ich mein Gesicht in sein Fell. Das war ein echter Stress gewesen.

Später half ich beim Packen und als das Abendprogramm - Singen am Lagerfeuer - begann, verabschiedeten wir uns und fuhren nach Hause.

 

19. Mai: Tag mit Katja und Blue

Katja und Blue kamen heute zu Besuch. Frauchens packten die beiden Hunde und fuhren nach Geiss. Dort machten wir einen gemütlichen Spaziergang mit den Wauzis - über den Galgenberg hinunter nach Buholz von dort über den ...berg wieder zurück Richtung Geiss. So waren wir etwa zwei Stunden unterwegs. Balou tat so, als wüsste er nicht, wie er heisst und Blue war etwas seltsam drauf. Na ja, man kann ja nicht immer gewinnen! ;o)

17. Mai: Auffahrt, auflauf?

So ein freier Tag mitten in der Woche... Das Wetter spielte mit und so machten Hedy, Joya, Balou und ich eine grössere Tour. Von Ruswil aus wanderten wir los Richtung Ruswiler Berg, dann hinunter über das Flüss nach Notwil und am See entlang nach Sursee. In der Nähe der Flüsskapelle picknickten wir kurz. Da wir im Schatten eher kühl hatten, zogen wir bald weiter. In Notwil machten wir Frauen Rast in einem Restaurant, wo wir uns ein feines Dessert leisteten. Die beiden Hundis nutzten die Zeit um zu dösen und sich zu erholen. So waren alle fit, als wir nach ca. 40 Minuten wieder weiterzogen. In Sursee angelangt, lösten wir ein Busbillett und fuhren mit dem Bus nach Hause.

13. Mai: Blue zu Besuch

Eben, Blue war bei uns in den "Ferien". Nachdem sie beim Military am Samstag tüchtig mitgelaufen war, war sie Abends genauso müde wie Balou und so hatten wir eine ruhige Nacht, bis Fräulein mich um vier Uhr morgens weckte. So gingen wir halt kurz zum allgemeinen Hundepinkeln raus und legten uns anschliessend gleich wieder schlafen. Kaum lag ich in meinem Bett, probierte unser Besuch, ob es wohl erlaubt wäre, zu mir ins warme Nest zu kriechen. NEIN, war es nicht, Balous Frauchen wetterte und schob das freche Bearded-Mädel wieder aus dem Bett. ;o)

Um zehn Uhr trafen dann Hedy und Joya ein. Zwei Frauen und drei Hunde machten sich nun auf den Weg zu einer schönen Morgenrunde: Spiel, Spass und brav an der Leine laufen... Anstrengend. So konnten die Hundis dann friedlich schlafen, bis Blue am frühen Nachmittag von Katja und Nik abgeholt wurde...

 

12. Mai: Military in Münchenbuchsee

Mit dabei: Hedy mit Joya, Christine mit Idefix und Kairo (den ich schon aus Versehen Namibia genannt habe - aber na ja, es bleibt ja auf dem gleichen Kontinent...) und Valentina mit Artu. Ausserdem holten Hedy und ich unterwegs noch Blue ab, da sie das Wochenende bei mir verbringen sollte. Blue lief mit, nahm aber nicht am Military teil... Das Wetter war miserabel - aber was soll's: Mit der richtigen Gruppe und der passenden Kleidung ist das total egal!

POSTEN 1 - DER BALL ROLLT: Hundi sollte mit der Nase einen Ball anstupsen und eine gewisse Strecke damit hinter sich bringen. Geschickt gemacht: Damit der Ball nicht einfach seitlich wegrollte, waren Stangen als "Schienen" da, auf denen der Ball gerollt wurde. Balou hat das ganz toll gemacht - ausser, dass ihn die Leckerli meiner Vorgängerin, die zwischen den "Schienen" lagen, extreeeeemst abgelenkt haben. Aber ein motivierter und konzentrierter Pudelhund schafft es locker, die Leckerli zu suchen, zu fressen und den Ball über die Stangen zu rollen...

POSTEN 2 - DIE DOPPELTE 8: Ein Tunnel im Halbkreis aufgestellt und eine Hürde. Dazwischen stand ein Reifen. Ich sollte im Reifen stehen und Balou durch den Tunnel und anschliessend über die Hürde schicken - zweimal. Problem: Der Posten war zweifach geführt und der andere Teil war sehr nahe. So machte Balou die Übung zwar suuuuper, ging aber noch schnell durch den Tunnel vom Nebenparcours - he ja, wenn die den schon aufgestellt hatten... ;o)

POSTEN 3 - "VERTRAU MIR": Balou musste auf einer markierten Fläche PLATZ machen. Dann wischte Frauchen mit dem Besen rund um den Hund die Korkzapfen weg. Zum Schluss sollte ich noch über Balou hinwegsteigen. Als die Übung fertig war, erntete ich einen verblüfften Pudelblick aus Hinschmelzaugen: "Und wann machen wir die Übung, Frauchen?" Tja, nur liegen und waretn schien Balou nicht als Übung aufzufassen :o)

POSTEN 4 - ÜBERSPRING DIE WURST: Vier Hürden mit Wurst belegt - und Hund sollte drüberspringen. Na ja... Frauchen hatte auch nicht wirklich nachgedacht. Statt mit Balou Hürde um Hürde gemeinsam zu nehmen, ging ich ans Ende und rief ihn ab. Natürlich musste dann Balou mal schnell so ein, zwei Wurststücke fressen. "Ich habe schliesslich riiiiesig Hunger, Frauchen!"

POSTEN 5 - GLOCKE LÄUTEN: Ich musste Balou vorschicken, um eine Glocke zu läuten, die etwa drei Meter von uns entfernt hing. Auf mein Kommando hin, ging Balou schnurstracks hin und stupste die Glocke vorsichtig an. Ein leises Klingeln erklang. Mit viel Lob und Trara rief ich Balou wieder zu mir. Doch die nette Postenfrau hatte das Gebimmel nicht gehört - Pudel war zu vorichtig gewesen und so musste ich ihn nochmals schicken. Nochmals löste Balou die Übung mit Bravour. Doch wir bekamen nicht die ganze Punktezahl, weil wir länger als 10 Sekunden benötigt hatten. Dabei: Hätte die Frau richtig hingehört, so wären wir durchaus noch im Zeitlimit drin gewesen. Na was soll's! Wir machen ja zum Plausch mit, deshalb liess ich es darauf bewenden!

POSTEN 6 - SPRICHWORT: Frauchen musste Balou losschicken, um ein Stoffsäcklein zu holen. Darin waren Wörter enthalten und Frauchen musste diese zu einem Sprichwort zusammensetzen: "Der Hund, des Menschen bester Freund". War nicht schwierig - weder für Pudel, noch für Frauchen ;o)

POSTEN 7 - HUNDENASE BRINGT GLÜCK: In einer grossen Holzkiste befand sich Stroh und darin versteckt lagen mehrere Unihockeybälle. Darin waren - damit Hundi die Dinger besser finden konnte - Wurststücke vestopft. Auf dem Ball stand eine Zahl. Das Ziel: Die grösstmögliche Zahl finden - die Nummer 8. Balou fand die 8 und die 7 und so bekamen wir die volle Punktzahl! Supernase!!!

POSTEN 8 - ZU MIR ZURÜCK: Vor uns war eine Strecke in vier Abschnitte unterteilt, dahinter befand sich ein Napf mit Wurst. Balou sollte vor gehen und ich sollte ihn zurückrufen. Je näher am Napf er war, desto mehr Punkte gab es. Natürlich wusste ich, dass ich da nicht bis zum Äussersten gehen konnte und ich rief Balou frühzeitig ab. Aber wenn es ums Fressen geht, dann ist mein Pudel ein Labrador. Erst fressen, dann kommen, lautete die Devise. Nun ja, das gab natürlich gehörig Abzug. Immerhin meinte die Postenfrau: "Zwei Punkte kann ich geben, weil der Hund gestartet ist." Auf meinen verblüfften Blick hin, meinte sie: "Das tun nicht alle, vorher blieb einer sitzen und ging nicht zum Futter." Das müsste mir mal mit Balou passieren! :o)

POSTEN 9 - PODEST: Frauchen stand in der Mitte. Rund um sie standen vier "Podeste". Balou musste auf jedem einmal mit allen vier Beinen draufstehen. Zwischendurch kam Joya mal auf einen Abstecher vorbei und um nicht unhöflich zu sein, ging Balou dann sie auch noch kurz besuchen - wieder war der Posten zweifach geführt und die Übungen seeehr nahe beieinander... Schade. Aber was soll's: Für die Übung reichte die Zeit locker - auch mit Abstecher - und so erhielten wir die gesamte Punktzahl...

POSTEN 10 - STEINIGER WEG: Ein Weg war mit Flatterband markiert. Darauf befanden sich Petflaschen mit Steinen auf dem Deckel und Hindernisse, welche mit Steinen belegt waren. Ziel: Die Strecke bewältigen, ohne dass Steine runterfallen. Mit einem so grossen Hund wie Balou sind solche Übungen meist schwierig, weil die netten Postenaufsteller eher mit kelineren Exemplaren rechnen und so die ganze Chose etwas eng genug machen. Doch Balou meisterte das Ganze ohne einen einzigen Stein runter zu werfen. Toll!

Wir verdienten 83 von 100 Punkten - nicht toll - aber auch nicht schlecht. Aber Balou war konzentriert, motiviert und total dabei, so war ich total zufrieden. Auf der Heimfahrt rollte sich der grosse Hund auf dem Rücksitz zu einer kleinen Kugel zusammen und schlief, während seine beiden Freundninnen den Kofferraum in Beschlag schnarchten ;o)

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Zu Hause eroberte Balou Blues Stoffbox, dazu musste er reinkriechen, da das Ding nun wirklich nicht für seine Grösse gemacht ist. Aber da das arme Tier in meiner Wohnung ja keinen Liegeplatz hat...

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11. Mai: Erfolgserlebnis

Da gingen Balou und ich am Abend doch gemütlich spazieren, meine Mutter im Schlepptau. Damit Balou trotz unseres eher gemächlichen Tempos genug gefordert würde, warf ich Ball und Beutel und liess ihn apportieren. Irgenwann schickte ich Balou vor, liess ihn SITZ machen und wollte den Beutel gerade werfen, als ich bemerkte, wie Balou voll gespannt an mir vorbei blickte. Ich drehte mich um und da verschwand gerade ein Reh im Wald. Und was tat Balou? Schaute uuuuuunglaublich gespannt hinterher aber - ER BLIEB SITZEN! Ja, meine Damen und Herren, das war DIE Sensation! Ich tat natürlich mein Bestes, um dieses Wunderverhalten zu bestätigen: Ich quietschte begeistert, hüpfte vor Freude rum und schmiss gleich den Beutel, den Balou braaaav apportierte. Superbalou is back! Yeah!!! :o)

5. bis 6. Mai: Weiterbildung in Nennigkofen

Frauchen hatte Weiterbildung in Nennigkofen. Das heisst, den Samstag habe ich aufgrund von Lagerkoller (beziehungsweise erhöhtem Erholungsbedarf) abgesagt. So reisten wir am Samstagabend nach Thörigen, wo wir einen kurzen Spaziergang mit Katja und Blue unternahmen, bevor wir dann früh (Frauchen und Hund waren immer noch seeeehr müde) ins Bett fielen. Sonntag in der Weiterbildung lag Balou im Demonstrationsschlaf, bzw. Koma.

30. April bis 4. Mai: Klassenlager in Diegten (BL)

MONTAG: Frauchen und Hund trafen mit wahnsinnig viel Gepäck - und jaaaa, Balou hatte fast mehr dabei als Frauchen - auf dem Pausenplatz ein. Kinder, Eltern, Lehrpersonen und Begleitpersonen wuselten durcheinander. Balou sass im Auto und staunte nicht schlecht. Was da wohl los war? Mit drei Kindern im Auto fuhren wir dann los Richtung Diegten. Dort nahmen wir erstmal das Haus in Beschlag und assen etwas zu Mittag. Am Nachmittag gab es für die Kinder einen Postenlauf durch das Dorf Diegten, während Frauchen, Hund und Klassenlehrer Josef bei der Kirche Wache hielten, falls eine der Gruppen ein Problem hätte.

Später gab es eine schöne Runde mit zwei der Mädels als Begleitung. Balou durfte Futterbeutel suchen und die Mädels erzählten mir allerhand... Als wir nach Abendessen, Tagebuch und Abendprogramm dann die Kinder ins Bett geschickt hatten, ging ich mit Balou nochmals raus - und traf auf der Zufahrt zum Lagerhaus zwei wunderschöne Feuersalamander... WOW! Unser Zimmer war ein Durchgangszimmer: Der Klassenlehrer und seine Frau mussten durch, um raus bzw. in ihr Zimmer rein zu gehen. Neben meinem Bett war Balous Box - offen natürlich. Mitten in der Nacht erwachte ich, weil Balou neben mir bedrohlich und tief knurrte. Erst war ich etwas verwirrt, bis mir in den Sinn kam, wo wir waren. Dann hörte ich es auch: Schrittgeräusche! Der Klassenlehrer musste mal und so schlich er auf leisen Sohlen durch unser Zimmer. Als Balou bemerkte, wer da herumschlich, hörte das Geknurr auf. Ich hingegen war schon irgendwie stolz: Mein Wachhund zeigte sich ja ziemlich beeindruckend! ;o)

DIENSTAG: Morgenrunde ganz allein - Hund und Frauchen in trauter Zweisammkeit... Dann Frühstück mit der gesamten Rasselbande und Abfahrt nach Augusta Raurica. Dort tourten wir als Gruppe von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit: Drei Erwachsene, 17 Kinder und ein grosser schwarzer Pudel... Später kam mein ersehnter Moment. Die Mut- und Vertrauensprobe für Balou: Eine Gittertreppe runter und durch die Kloake durch: Ein laaaaanger, schmaler und dunkler Gang. Ich wusste nicht, ob Hundi mir da rein folgen würde. Aber doch! Er tat's. Ich war ja sooooo stolz. Die Kids fanden die Kloake auch toll und gingen ein zweites Mal durch. Balou sah sie im Gang verschwinden, versteifte sich und winselte erbärmlich: "Frauchen, unsere Kinder sind verloren gegangen!" Als dann das erste Mädchen hinter den Bäumen wieder auftauchte, ging der Wedel im Schnellmodus los! "Juhui! Die Kinder sind wieder da!" :o) Nächster Halt: Tierpark. Da gab es spannende Tiere zu beobachten. Besonders die Gänse fand Balou ja waaaahnsinnig interessant: Die machten komische Geräusche und watschelten auf Balou zu. Der konnte nicht verstehen, wieso ein Gitter ihn und seine neuen besten Freunde trennte... und liess die Tierchen nicht aus den Augen. Da ich ein Foto der lustigen Tiere schiessen wollte, drückte ich dem Klassenlehrer kurzerhand die Leine in die Hand. Der passte nicht sooo gut auf und so konnte Balou näher ans Gitter ran. Zwei Gänse streckten den Kopf durch den Zaun und als der freche Hund die Nase zu nah an den Gänseschnabel hielt, versuchte ihn die Gans zu schnappen. Balou machte erschrocken einen Riiiiiesensatz nach hinten. Dann setzte er sich mit dem Rücken zu den Gänsen hin und beobachtet das Gras, den Kies, einen Baum - hauptsache die gefährlichen Vögel ignorieren ;o) alt

Am Nachmittag ging es ins Museum und Hundi musste im Auto warten - die Zeit nutzte er, um etwas auszuruhen ;o) Zurück im Lagerhaus gab es für Balou eine Pause, während wir assen und die Kinder Tagebuch schrieben. Dann hatte Balou seinen grossen Auftritt: Frauchen hatte als Vorbereitung für's Lager 90 Flies-Schlüsselanhänger mit Zahlen (von 1 bis 90) gebastelt. Nun ging's los: Die Kinder kriegten Lottokartons und Balou zog die Lottozahlen, bzw. holte einen Anhänger mit Zahl! Er hat ganze Arbeit geleistet. Ohne unterlass zottelte Balou zum Kübel mit den Zahlen - bis eines der Kinder Superlotto hatte. Danach habe ich es nachgerechnet: 30 Minuten waren das und 60 Anhänger hat Mister Schulhund geholt! Super, oder? Ich war ja so was von stolz! Und das Verblüffendste: Balou hätte wahrscheinlich noch weitergemacht. Doch wie heisst es so schön? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist? Nicht dass Balou beim nächsten Lotto schon Zustände kriegt, weil er es so doof findet! ;o)

Nachts hörte ich dann jemanden über meine Finken stolpern und das Klirren von Balous Hundemarke. Leicht verwirrt wollte ich den Hund schon massregeln - schliesslich sollte er nachts schlafen und nicht durchs Zimmer schlurfen. Dann hörte ich die Türe aufgehen und dachte: Aha, das war also nicht Balou, sondern Josef. Vorsorglich entschied ich mich, auch auf die Toilette zu gehen: Die Holztreppe im Lagerhaus war sehr knarzig und ich fand, wenn wir eventuell durch den Lärm Kinder wecken, dann möglichst nur einmal. Also rappelte ich mich aus dem Bett und öffnete die Tür. Davor standen der Klassenlehrer (im Pyjama - ein toller Ablick ;o)) und - Balou. Auf meinen erstaunten Blick bekam ich die Erklärung: Balou war mit seinem Freund die Treppe runter. Vor der Toilette hatte er geduldig gewartet, um dann Josef wieder hoch zu begleiten... Braves Hundchen! :o)

MITTWOCH: Morgenrunde wieder in trauter Zweisamkeit - auch schön, in einem Lager solche ruhigen Momente zu erleben. Dann, nach dem Frühstück gab es für die Kinder einen Arbeitstag im Lagerhaus. Sie durften selbstständig zum Thema Römer Posten lösen. Balou schlief den ganzen Morgen (Lager sind für Hundis seeehr anstrengend). Nach dem Mittagessen machten wir eine kurze Runde durchs Dorf und anschliessend hatte Frauchen einiges zu tun - Hundi schlief wieder friedlich. Auf der Abendrunde hatten wir wieder Begleitung und am Abendprogramm (Spiele) nahmen wir beide teil: Frauchen am Tisch sitzend und den nächsten Tag mit Josef plandend, Mister Schulhund auf der Decke leise schnarchend. altIn dieser Nacht, hat Balou nichts anderes getan, als zu schlafen! :o)

DONNERSTAG: Ultrakurze Morgenrunde mit Balou, Frühstück und dann Aufbruch nach Vindonissa (Windisch). Dort wurden die Kinder zuerst mal von einem römischen Offizier so richtig rangenommen. Josefs Kommentar: "Kommt mir vor wie in der RS!" Balou, Josef und ich standen grinsend am Rand und Frauchen musste sich den Bauch vor lachen halten! So hat das dann Stéphanie als Rückblick gezeichnet: Rechts Klassenlehrer Josef, links Frauchen mit Balou...alt:o) Später wurde der Offizier dann etwas netter und besprach mit den Kindern allerhand, bevor er sie durchs Lager führte und mit ihnen anschliessend noch bastelte. Am Nachmittag machten die Kinder einen Rundgang durch Windisch - wobei sie Aufgaben lösen mussten. Balou und ich blieben wieder einmal an einem Punkt - als Nothilfesäule ;o)

Zurück im Lagerhaus packte ich unsere Sachen. Wir assen noch zu Nacht und warteten, bis das Abendprogramm gestartet war. Dann - es war so um 21.00 Uhr - fuhren Hund und ich nach Hause.

FREITAG: Tagesprogramm: Schlafen, erholen, schlafen, erholen, spazieren, schlafen. Lager sind wirklich anstrengend!

 


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