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29. Februar 2012: Hundegefühle

Mittwoch ist Parcours-Tag mit der 5./6. Klasse. Balou ist dabei, als ich in der Turnhalle den Parcours aufstelle und freut sich. Ich muss ihn daran hindern, nicht schon mal einen Probedurchgang zu machen – so ganz für sich alleine. Als die Kinder reinkommen, stürmt er dann aus dem Schulzimmer raus mal Richtung Turnhalle davon. Soll wohl heissen „Frauchen, die Kinder sind da, lass uns anfangen! Zackzack!!!“ Eines der Mädels holt den abtrünnigen Schulhund zurück ins Schulzimmer. Doch dort geht die Warterei weiter. Das Problem: Der Klassenlehrer und ich müssen die Kinder erst noch über die kommende Projektwoche informieren. Dreimal schicke ich Balou von der Schulzimmertür, wo er auffordernd und ungeduldig wartet, zurück an seinen Platz auf die Decke. Zum Schluss sitzt er mit dem Rücken zur Klasse und zu mir auf seiner Decke und schaut zwischendurch zu uns hin. Er zeigt uns tatsächlich die kalte Schulter!

Mittwoch ist Parcours-Tag! Doch statt loszulegen schwatzen die beiden erwachsenen Zweibeiner erst mal eine Viertelstunde nutzlos herum, dabei könnte Mister Schulhund jetzt so richtig viel Spass haben. Ich ignoriere das Verhalten. Es ist eines der Mädchen, das Balous Verhalten als erste bemerkt und die Klasse darauf aufmerksam macht. Die Kinder sind sich einig: Balou schmollt!

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26. Februar 2012: Scherereien und ein laaanger Spaziergang

Heute morgen haben meine Mutter und ich Balou geschoren. Sein Fell war nun wirklich sehr lange... Nun sieht er wieder ganz mager und dünn aus. Vielleicht hätte Kiro ihn so nicht angegriffen, weil er aussieht wie ein Windhund und nicht wie "so ein Hund", was auch immer das für ein Hund ist...

Nach unserer Schererei kamen Hedy und Joya zu einem Spaziergang zu uns. Über das Rüediswiler Moos - Hundis konnten toben und spielen - spazierten wir in den Wald zum Vitaparcours. Dort durften die Hundis noch viel denken und Posten lösen. Auf dem Weg zurück nach Hause gingen wir noch in ein Restaurant, wo die Frauchens sich ein Dessert leisteten, während die Hundis dösten. Balou legte zwischendurch unter dem Tisch seinen Kopf auf meinen Schoss: "Frauchen, Dessert essen kannst du auch mit einer Hand - die andere könntest du ja brauchen, um mich zu kraulen ;o)" Nun wird es einen Fernsehabend mit Kuschelfaktor geben - Hundi darf aufs Sofa und sich verwöhnen lassen ;o) alt

25. Februar 2012: Ein ereignisreicher Tag...

Heute fuhren Balou und ich zu Katja und Blue. Erst waren die Hundis ja schon etwas enttäuscht, denn die Frauchens hatten nichts Besseres zu tun, als so kleine Geräte mit Kabeln zu verbinden... Dann gingen sie einkaufen und dann verbanden sie weitere Geräte mit weiteren Kabeln. Währenddessen seufzte Balou demonstrativ und erklärte uns Zweibeinern: "Ihr habt gesagt, wir machen einen spannenden Spaziergang - und jetzt sitzen wir nur so rum. Das ist laaaaaaangweilig!"

Später ging es dann über die Felder, Balou und Blue spielten ausgelassen. Nach der langen Wartezeit hatten sie es nötig, richtig loszupowern! :o) Im Wald in Bettenhausen angekommen, kam Balou wieder an die Leine. Frauchens machten mit den Hunden den Vitaparcours. Später liefen wir einen Weg entlang, als wir eine schrille, panische Stimme hörten: "Kiro, komm! Kiro! Kiiiiirooo! Komm her!" Mein erster Gedanke war "oh oooooh, da geht was schief...". Ich drehte mich um und sah einen grossen Hund von hinten auf uns zuschleichen. Er war sicher fünf Zentimeter grösser als Balou, viel länger und hatte auch ziemlich was auf den Rippen. Alles in allem sicher fast doppelt so schwer wie mein Leichtgewicht. Seine gesträubten Nackenhaare machten jedem Irokesen Konkurrenz... Ich reagierte zeimlich schnell, nahm Balou hinter mich und stellte mich zwischen ihm und diesem Kiro-Vieh, das ich mit Schimpftiraden, Gefuchtel und Geschrei zu verscheuchen probierte. Dem war alles egal, er schoss um mich herum und ging auf Balou los. Ich liess Balous Leine fallen, damit der ausweichen konnte und Kiro griff an. So ein Geknurr und Geschrei! Und Balou - statt wegzugehen (na ja, weiss ja nicht, ob Flucht überhaupt geklappt hätte...) - ging vorwärts. Kiro warf ihn um und die beiden gingen ziemlich böse aufeinander los. Allerdings muss ich fairerweise sagen, dass da viel Gebell und Geknurr war, aber keiner zubiss oder den anderen verletzte. Frauchen - wie eine Furie - schlug schreiend mit der Tasche auf den fremden Hund ein. Katja erzählte später, ich sei auf dem rutschigen Weg umgefallen, davon weiss ich aber nichts... Das ist ausgeblendet. Auf jeden Fall liess das Vieh Balou dann los, der sich hinter mich in Sicherheit brachte. Katja, nahm die Leine und behielt Krausehund bei sich. Balou sass einfach nur neben ihr, kein Gebell, kein Knurren - ich glaube fast, er stand etwas unter Schock. Ich hingegen stand breitbeinig vor Kiro, schirmte damit Katja und Balou ab und schrie und fuchtelte mit der Tasche herum - bereit das Vieh zu erschlagen oder im Notfall zu erwürgen. Ich muss ausgesehen und getönt haben wie die leibhaftige Rachegöttin! :o) Kiro - und das finde ich fast bedenklicher als der Angriff auf Balou - liess sich nicht beeindrucken oder verscheuchen. Ich weiss nicht, was ich getan hätte, wäre in dem Moment nicht sein Frauchen aufgetaucht. Die ganze Sache war ihr gar nicht recht und sie hat sich entschuldigt und fragte erst mal ob meiner ein Rüde sei... Spielt das eine Rolle? Ich meine, berechtigt das ihren Hund meinen fast zu fressen?

Kiro sei als Welpe dreimal von "so einem Hund" angegriffen worden und seither greife er halt an... O.k... Was heisst "so ein Hund"? Ein Pudel, ein schwarzer Hund, ein Hund mit Kraushaar...? Egal! Meine Meinung ist einfach: Wenn jemand sich seines Hundes nicht sicher ist, dann wird der halt angeleint. Im Wald sieht man nun mal wirklich nicht, was hinter den Bäumen alles ist. Wenn ein Hund so auf andere reagieren KANN, dann sollte er nur abgeleint werden, wenn Herrchen oder Frauchen freie Sicht hat und somit Gefahren auf ein Minimum reduzieren kann! Der Rest des Spazierganges verlief dann ruhig und entspannt. Balou war allerdings anhänglicher als normal...

Als ich am Abend dann mit Balou abfahren wollte, begleitete uns Blue zum Auto. Ich öffnete den Kofferraum und die Hundebox, drehte mich zu Balou um und schickte ihn mit dem Kommando "einsteigen" ins Auto. Balou blieb sitzen, sah mich an, dann die Box und schien etwas ratlos. Mit einem Blick zum Auto vertand ich auch wieso: Blue sass in Balous Box. "Wohin gehen wir denn jetzt?", fragte sie uns unternehmungslustig. Blue ist ja nicht besonders gross und auch kein Schwergewicht - aber in diesem Moment wog sie an die 100 Kilo und ich schaffte es einfach nicht, sie aus dem Auto zu heben. So ging ich zurück zum Haus und holte Katja. Als wir zum Auto zurückkehrten, sass Blue immer noch in der Box - und sah uns erwartungsvoll entgegen. Katja holte Blue aus dem Auto und ich schickte Balou in die Box. Während ich Balous Leine losbinden wollte, hüpfte Blue gleich mal zu Balou rein... Katja holte Blue raus - Balou sprang hinterher... Ich kam mir vor wie in einer Comedy-Show! :o) Beim vierten Anlauf klappte es - Frauchen hatte den richtigen Hund in der Box - und nur den - und Katja hatte den richtigen Hund bei sich - und nur den! ;o)

24. Februar 2012: Kinderliche Sozialkompetenz

Dass Balou bei den Kiddies beliebt ist, habe ich ja schon oft beschrieben. Heute war es aber wieder einmal rührend, wie rücksichtsvoll die Kinder auf Balou eingehen: Ich arbeitete mit einem Mädchen im Gruppenraum. Balou lag derweil auf einem Teppich und hatte den Kopf auf eine Beige Kissen gebettet. Sowohl Kissen und Teppich sind für die Kinder gedacht: Darauf können sie Platz nehmen, wenn sie im Gang lesen - so müssen sie nicht auf dem kalten Boden sitzen. Also, wie gesagt, ich arbeitete mit einem Mädchen im Gruppenraum, als die anderen Kids reinkamen. Sie wollten Kissen, bzw. Teppiche holen, um im Gang zu lesen. Sanft zogen sie denn auch die Kissen unter Balous Kopf hervor. Der liess sich dadurch nicht stören und döste friedlich weiter... Als dann der letzte Junge kam, war nur noch der Teppich übrig, auf dem Balou lag. Der Junge hob Balous Kopf hoch, rollte den Teppich so, dass er unter dem Kopf wie ein Kissen wirkte und drehte sich um. Ich rief ihm nach, er solle doch den Teppich nehmen, der sei schliesslich für die Kinder, nicht für den Hund. Die Antwort? "Nein nein, Balou soll da liegen bleiben. Weisst du, ich muss nur kurz lesen, ich brauche den Teppich nicht. Balou darf weiterschlafen." Obersüss oder? alt alt

23. Februar 2012: Tassen aufgefüllt, Schrauben angezogen

Jupiei! Balou ist wieder normal. Na ja, so normal wie Balou halt mal ist ;o) Auf jeden Fall hört er wieder auf mich und ich kann ihn sogar meistens wieder abrufen. Wenn das nicht wie Weihnachten im Februar ist! :o)

Heute hatten wir wieder mal Training. Balou war ziemlich leicht ablenkbar - he ja, da waren schliesslich zwei Hunde da die er fast oder gar nicht kannte. Da kann Schulhund sich natürlich nicht auf so profanes wie Tricks konzentrieren - neeeee, da muss Schulhund schauen, ob die anderen auch brav mitmachen und was die so können! :o)

Nach dem Training fanden sich dann sechs Zweibein-Frauen mit sechs Vierbein-Frauen und einem Vierbein-Mann im Restaurant von Blues Herrchen ein. Erst ernteten wir von den anderen Gästen ja einen etwas genervten Blick - doch verfrüht: Da waren sieben Hunde unter und neben Tisch oder Stuhl - und man hat nichts von ihnen gehört. Die lagen brav da und demonstrierten, wie toll erzogene Hunde doch sind! Bis auf die junge Collie-Dame, die sich einfach noch nicht entspannen konnte. Doch auch sie war still - sie stand einfach mehr als dass sie lag...

21. Februar 2012: Nicht mehr alle Tassen im Schrank mit den lockeren Schrauben...

Aaaalso, ich war ja fast ein bisschen nervös, als ich Balou am Sonntag bei Sandra wieder abholte. Die Ferien in Konstanz waren total cool und spassig - aber zu Hause mit Hundchen ist es doch am schönsten.

Also fuhr ich Sonntagnachmittag zu Sandra und Family, wo ich stürmisch begrüsst wurde. Balou blieb oft an meiner Seite - he ja, schliesslich ist Frauchen letztens einfach so ohne mich verschwunden. Sandra hat von Balou geschwärmt und doch herausgefunden, dass Mister Schulhund ein richtiges Schlitzohr ist - was sie nicht sagt ;o) Nach einem gemütlichen Schwatz packte ich denn auch mein Hundchen und fuhr mit ihm nach Hause.

Montagmorgen: Hedy, Ferienhundi, Joya, Balou und ich machten einen gemütlichen Spaziergang - na ja, so war's auf jeden Fall geplant. Doch Pudelhund benahm sich total daneben: Null Abrufbarkeit, ging an der Leine wie ein Wildschwein, war grob im Spiel und apportierte nichts... Total schräg... Hedy meinte bloss: "Der ist ja total neben der Spur." Der Abendspaziergang alleine war nicht viel besser: Futterbeutel apportieren? "Neee Frauchen, das ist doof, da folge ich lieber der spannenden Spur im Schnee..."

Heute dann DER Reinfall: Balou versuchte, Hedys Ferienhund den Futterbeutel zu klauen, als der ihn nicht hergeben wollte, wurde das arme Kerlchen von Balou richtig verhauen. Ich musste ziemlich grob dazwischen gehen, um Balou und Ferienhundi zu trennen. Gut, der Ferienhund hat auch seinen Teil beigetragen: Der hat tüchtig mitgegiftelt und sich auf keinen Fall ergeben wollen, aber trotzdem... Das kenne ich von meinem zwar etwas machohaften, aber sonst korrekten Hundchen gar nicht! :o( Den Rest der Runde verbrachten die beiden Streithähne an der Leine und Balou hatte ein kochendes und enttäuschtes Frauchen am anderen Ende.

Heute Nachmittag machten wir dann ganz alleine eine grosse Erziehungs- und Arbeitsrunde: Futterbeutel apportieren, anständig Leine laufen, abrufbar sein... Balou konnte alles wie eh und je. Zufrieden und artig zottelte er neben mir her und sah mich immer wieder aus seinen groooossen braunen Hinschmelzblickaugen an: "Keine Ahnung, was mit mir los war Frauchen. Aber siehst du, wie brav ich jetzt bin?" Ich weiss nicht, wo das Problem lag. Vielleicht musste Mister Schulhund austesten, ob meine Regeln immer noch gelten? Oder er musste beweisen, dass er halt in dem kleinen Rudel wirklich der Boss ist? Ich weiss es nicht, ich hoffe bloss, unsere Abendrunde hat die Tassen wieder aufgefüllt und die Schrauben angezogen. Mein Hundi ist im Normalzustand nämlich absolut toll - aber den durchgeknallten Balou? Neee, den mag Frauchen gar nicht!!! :o(

18. Februar 2012: Schmuse-Amor

Heute bin ich aus den Ferien zurückgekommen. Müde und erschlagen habe ich mich mal aufs Sofa gelegt - schlief dann auch sofort ein. Amor liess mich keinen Moment alleine: Immer lag er an meinen Bauch gekuschelt, schnurrte wie ein Weltmeister und genoss es sichtlich, dass seine Kraul- und Futtermaschine wieder zuhause war! Wenn man bedenkt, dass mein grosser schwarzer Kater zu Beginn nicht mal im selben Raum sein konnte wie ich, dann ist das ja eine Wahnsinnsentwicklung ;o)

15. Februar 2012: Balou geht in die Ferien

Da ich morgen für drei Tage nach Konstanz fahre, hatte ja Balou bereits mit Züchterin Sandra Kontakt aufgenommen. Nun habe ich also den grossen Krausehund heute zu Sandra gebracht. Dort darf er ein paar tolle Tage mit Papa Phantom, Mama Jira, Nichte Charis und Ziehonkel Snoopy verbringen und den Haufen etwas aufmischen. Ich bin gespannt, was Sandra am Sonntag, wenn ich Balou abhole, zu erzählen haben wird! :o) Für mich ist das etwas komisch: Ich sitze auf dem Sofa - ohne Kuschelhund. Die Katzen sind zwar da wie immer, aber sie geben schon grössenhalber weniger warm als Balou ;o) Ausserdem frag ich mich, wie ich schlafen werde, so ganz ohne Hundeschnarchen :o) Nun, ab morgen bin ich ja weg und habe gar keine Zeit, Hundi zu vermissen.

11. Februar 2012: Ein schöner Tag mit Blue und Katja

Morgens um 10.00 Uhr packte Frauchen den Hund und eine Beige Kleider (Thermowäsche, Regenhose, Jacke, Schal, Mütze, Handschuhe usw. - alles gaaaaanz warm) ins Auto. Wir fuhren zu Katja und Blue. Erster Programmpunkt: Blue bürsten und die Filzknäuel wegschneiden oder ausbürsten. Balou sah derweil zu und erklärte uns vorwurfsvoll, dass Programm sei nicht ganz das, was er erwartet habe: "Frauchen, du hast gesagt, wir gehen zu Blue und Katja und haben einen tollen Tag. Bürsten ist aber nicht wirklich toll!" Als Blue so richtig knopf-, wirrwarr- und filzfrei war, kam Balou an die Reihe: Bürsten dauerte nicht lange, trotz Krausehaar. Danach kam Frauchen mit der Schere und schnitt Balous Beinhaar wieder kürzer, die Augen wieder frei und das Schnäuzchen wieder pflegeleichter. Danach ging ich mit der Schere grob über den ganzen Hund, bis Balou wieder frisch und geschniegelt aussah. :o)

Nun assen die beiden Frauchens was, während Balou und Blue sich immer noch kopfkratzend fragten, wo denn der versprochene, spannende Tag denn bliebe. Nach einer weiteren Stunde packten wir die Hunde in mein Auto und fuhren nach Langenthal zum Vitaparcours. Dort trafen wir Gaby und Tünay, sowie zwei andere Frauchens mit jeweils einem Hund. Balou war erst mal riiiiichtig aufgeregt und es fiel ihm waaaahsinnig schwer, brav an der Leine zu gehen. "Frauchen, die anderen Hundis würden sicher auch viiiel lieber rennen und spielen und toben und rabauken. Wieso lässt du mich nicht von der doofen Leine?!?" Gemeinsam absolvierten wir den Vitaparcours, wobei die Hundis Übungen durchführen sollten. Balou war mustergültig und brav, hat gut mitgemacht und liess sich nur leicht ablenken ;o)

Nach der Vitarunde fuhren Katja, Blue, Balou und ich zurück zu Katja nach Hause. Dort spazierten wir noch eine Stunde lang über die verschneiten Felder, damit die Hundis sich so richtig austoben konnten. Balou wird von Vitadog oder Denkspielen zwar geistig müde, aber danach brauht er es, noch so richtig toben zu können. Ich glaube, er muss sein Gehirn dann durchlüften :o)

Nach einem feinen Nachtessen gab es einen gemütlichen Fernsehabend. Da ich richtig fror, kuschelte ich mit einer Bettdecke und zwei Hundis auf dem Sofa - Blue war im Koma, schliesslich war es ein anstrengender Tag. Balou hingegen war zwar entspannt - aber schlafen? "Neeeee, Frauchen. Sonst könnte ich ja was verpassen. Lieber beobachte ich euch!" ;o)

9. Februar 2012: Die Kinder sorgen sich um Balou

Heute Morgen arbeitete ich mit einem Mädchen aus der ersten Klasse. Balou lag derweil auf einem Teppich am Boden und schlief. Zwischendurch hörten wir Balou winseln und bellen - seine Pfoten zuckten und rannten in der Luft. Als die Schülerin und ich nach intensiver Arbeit wieder ins Schulzimmer zurück wollten, rief ich Balou - der ÜBERHAUPT nicht reagierte. Da sah das kleine Mädel mich an und fragte mich vorwurfsvoll: "Musste Balou heute sehr früh auf? Wann hast du ihn den geweckt?" Ich war erst etwas verblüfft, antwortete dann aber brav, dass ich Mister Schulhund um 6.00 Uhr früh geweckt hätte. Die Kleine hingegen fand dazu: "Das ist zu früh. Du solltest Balou länger schlafen lassen!" Nun - ääähm... Tja... ;o)

8. Februar 2012: Balou geht einkaufen - zum zweiten

Schlaue Hunde haben Vor- und Nachteile. Aber Balou ist einfach unglaublich. In letzter Zeit geht er dauernd an meinen PC (Mail an Sandra) und mittlerweile auch an mein Mobiltelefon! Heute hat er nach dem Pfotenschutz (=Hundeschuhe) kaufen doch gleich mein Handy gemopst, während ich mein Mittagsschläfchen hielt!

Balou: "Du-u, Grosi? Habe Frauchens Handy geklaut, weil: Ich muss dir etwas ganz Schreckliches erzählen: Frauchen hat mir vorhin Schühchen gekauft. Das ist soooooo peinlich! Ich weiss gar nicht, was ich machen soll... Was meinst du dazu?"

Grosi: "Ach Balou, damit ist dir sicher wohler. Unter uns: Du versinkst so im Schnee, da sieht man die Schuhe sowieso nicht gut. Hoffe, Frauchen hatte da nicht ihren Orangetick... und deine Schuhe sind etwas getarnt."

Balou: "Zum Glück gab es keine Farbauswahl. Die Schuhe sind schwarz. Du meinst also, ich muss mich nicht schämen, mit den Schuhen?"

Grosi: "Nein, sag einfach, dass du nur im Dunkeln raus willst. Oder noch besser: Stellt dir vor, deine Schuhe sind unsichtbar!"

Und als würde das nicht reichen, hat Balou sich auch noch bei Blue beklagt und ihr SMS geschickt...

Balou: "Du, Blue? Ich habe Frauchens Handy ausgeliehen, weil ich dir unbedingt was Schlimmes erzählen muss: Frauchen hat eben Schuhe für mich gekauft. Das ist oberpeinlich! Ich weiss einfach nicht weiter. Was meinst du?"

Blue: "Hei Balou, du armer Tropf. Ich kann gut mit dir fühlen. Mein Frauchen will ja unbedingt ein Glitzerhalsband für mich kaufen - für in die Stadt. Dabei haben wir hier gar keine Stadt und ich würde die Stadt auch gar nicht mögen! Was noch schlimmer ist: Sie macht mir immer so eine doofe Frisur und ruft entzückt: "Bist du eine Hübsche und jetzt siehst du sogar was!" Hast du schon mal einen Hirtenhund mit Frisur und Glitzerhalsband gesehen? U-und, die blöde Frisur ziept die ganze Zeit... Seufz, ich kann dir nur eins sagen: Augen zu und da musst du einfach durch. Aber wie gesagt: Ich fühle mit dir. Wuff wuff - Blue."

Balou: "Sammeln wir am Donnerstag nach dem Training gemeinsam Ideen, um unsere Frauchens wieder zur Vernunft zu bringen?"

Blue: "Ja, das ist eine gute Idee. Bin dabei. Weil: So geht es nicht mehr weiter! Und Balou, sorge bitte dafür, dass dein Frauchen die Schuhe am Donnerstag nicht mit ins Training nimmt, sonst bekomme ich auch noch ein Paar. Irgendwann ist einfach genug!"

Balou: "Ich kann da leider nichts versprechen. Mein Frauchen ist leider recht selbstständig und gehorcht nicht so gut..."

Blue: "Seuuuuuufz!"

8. Februar 2012: Balou geht einkaufen

Manchmal hat ja Frauchen Ideen!!! Da packte ich am Mittwochmorgen um halb elf Uhr Balou und fuhr mit ihm nach Wolhusen. Schon auf dem Parkplatz vom Zoofachhandel machte Balou einen Mordsradau: "Kläff, Zeter, Wuffwuff, Doppelwuff, Dreifachwuff! Balou ist hier!" Den Radau macht er immer, wenn wir vorfahren, da seine Freundin und Nichte Chaya manchmal dort weilt, wenn ihre Familie ohne sie in die Ferien fährt. Trudy, die Besitzerin des Ladens findet das nicht schlimm. "Die meisten Hunde bellen, wenn sie hier ankommen!", erklärt sie mir immer wieder. Ich finde es oberpeinlich: Grosses, schwarzes, kläffendes und zerrendes Krauseding an der Leine, das tut wie Wildsau - das mag ich nicht! Ich mag es, wenn man zumindest ansatzweise merkt, dass der Hund mal in grauer Vorzeit erzogen wurde!

Die Treppe muss ich schon fast nicht alleine gehen, Balou wirkt wie ein Skilift. Oben angekommen, mache ich die Tür auf, Hund schiebt mich zur Seite und drängelt als erster durch die zwei Türen. Drinnen bellt ein entnervtes Frauchen mal dem Hund unfreundlich ein "lay down" entgegen. An der Kasse steht eine Kundin, welche netterweise noch schön ihren Senf dazugibt: "Das nützt gar nichts, das habe ich bei meinem gemerkt. Man soll immer schön geduldig sein. - Wie alt ist er denn?" DIE Frage mag ich in solchen Momenten gar nicht, da ich immer das Gefühl kriege, die erwartete Antwort ist: "Der ist erst ein Jahr alt...", was das kindische Benehmen ja in den Augen der meisten Leute (in Frauchens Augen nicht) entschuldigen würde. Ich säusle also überfreundlich: "Balou ist älter als er sich benimmt: Er wird bald vier Jahre alt." Worauf die Dame sich an die Verkäuferin wendet und meint: "Na ja. Mit meinem habe ich ja auch so meine Probleme. Ich bringe ihn einfach nicht ins "Platz". Aber er ist ja erst 10 Monate alt." Gut, mittlerweile war ich ja wirklich genervt, doch ich habe es gerade noch geschafft, mir das: "Was, mit 10 Monaten kann der noch nicht "Platz" machen? Meiner konnte das bereits mit 14 Wochen!" Wie gesagt, ich habe es nicht gesagt ;o)

Nun hatten wir ja einen speziellen Grund für unseren Ausflug zu Trudy und sobald die Kundin verschwunden war, ging es ans Eingemachte: Frauchen wollte für Balou Schuhe kaufen. Im Moment ist der Schnee sehr klebrig und Balou muss immer wieder humpeln, weil sich Eismocken bilden, die ihm beim gehen weh tun. So hatte ich entschieden, für Tiefschneespaziergänge oder lange Runden Pfotenschutzschuhe zu kaufen. Wir probierten also die Schuhe an - und Balou fand das totaaaal doooooof. Er musste gleich wahnsinnig fest humpeln und bewegte sich, als hätten wir ihm alle vier Beine geschient. Bis wir Balou ein paar Leckerli auf den Boden warfen: Da konnte er sofort total normal rennen und die Lecherli aufsaugen ;o) Nach dem Bezahlen gingen wir - alle beide mit Schuhen an den Füssen - zum Auto zurück. Für die kurze Fahrt nach Hause liess ich Balou die Schuhe an.

Am Nachmittag machten wir bereits unsere erste Schuh-Runde. Und Balou galoppierte wie ein wild gewordenes Häschen - nicht auf der Strasse wie sonst meistens in den letzten Tagen, sondern durch die Schneefelder! :o) Als ich Balou dann mal rief, weil er etwas weit weg war, kam er voller Begeisterung angerast (jaaaaa, mein Hund ist im Moment immer voll begeistert bei der Sache, wenn ich ihn abrufe). Einen Meter vor mir wollte Balou anhalten, zwei Meter hinter mir kam er dann zum Stehen. Verblüfft schaute er mich an: "Frauchen, das ist nicht mein Fehler. Ich schwöre, ICH wollte ja anhalten." Tja, was soll ich sagen: Die Schuhe rutschen etwas mehr als die nackten Pfoten :o)

 

5. Februar 2012: Schneeeeee!

Im Moment ist es bei uns soooooo schön: Schneeeee, so weit das Auge reicht. Balou und ich lieben ja Schnee - ich weiss gar nicht, wer von uns verrückter danach ist! Auch zum Spielen ist der Schnee toll: Frauchen kann Schneebälle werfen, Hundi fängt sie ab oder kriegt sie angeschmissen ;o) Ausserdem wird die Kondition des Krausehundes so richtig gefördert, wenn er im Tiefschnee bergauf rennen muss, um den Ball oder den Futterbeutel zu holen :o)

Ein weiterer toller Nebeneffekt: Hund ist IMMER sauber - na ja, manchmal auch etwas vereist, aber sauber - und die Wohnung somit auch ;o)

 

4. Februar 2012: Hundemesse in Winterthur

Hui, heute waren Hedy und ich in der Hundmesse in Winterthur. Es war spannend und ein wenig "gechrömlet" hat Frauchen auch: Ein Denkspiel von Martin Seiler (dort hatten wir im Herbst einen Kurs) und Kopfhautplatten zum Kauen. Ich weiss nicht, ob ihr die Rinder-Kopfhautplatten kennt, aber es ist der Oberkauspass für Hunde. Da es Platten sind, können die Hundis nicht so einfach dran nagen, sie müssen sich schon anstrengen. Ausserdem sind die Platten seehr hart. Also an einer grösseren Platte hatte Balou gut und gerne 10 Stunden zu nagen (natürlich mit Pausen!).

Wir sahen beim Dogdance und beim Paragility zu. Beides sehr interessant und faszinierend. Es war ein toller Ausflug - ohne Hunde. Bei all den Menschen, den Hunden und dem Trubel war ich froh, dass Balou zu Hause geblieben war. Er hätte nur alles genau anschauen wollen und ich hätte mich genervt, weil Hundi nicht anständig an der Leine geht ;o)

Als Trösterchen gab es eine verrückte Ballspielaktion im Schnee, als Frauchen zurück war!

 

2. Februar 2012: Balou kriegt eine Antwort

Hallo Balou,

sicher kannst du zu uns kommen – der Schnee ist ja ganz toll zum über die Weiden rennen – hoffentlich bleibt er noch … das wird sicher Party pur! Am Mittwoch haben wir nachmittags noch Zahnarzt und Musicaltermin ab 19.30 Uhr sind wir wieder hier… Am Sonntag sind wir terminlich noch frei …

Liebe Grüsse

Sandra

 

1. Februar 2012: Balou schreibt eine Mail

Also, Balou überrascht mich ja immer wieder. Hat der süsse Krausehund doch letztens heimlich eine Mail an Sandra geschrieben. Dabei dachte ich, niemand kenne mein Computerpasswort! ;o) Und das hat er geschrieben:

 

"Hallo Zuchtfrauchen

Heute Abend hat Frauchen mit einer Freundin telefoniert und da habe ich gehört, dass sie (mit drei anderen Frauen zusammen) wegfahren. Frauchen hat die Hotelreservierung vorgenommen. Am Telefon mit ihrer Freundin hat Frauchen gesagt, dass im Hotel Tiere erlaubt sind, aber sie hat auch gesagt: "Man kann's ja auch übertreiben. Ich nehme Balou nicht mit - drei Stunden öffentliche Verkehrsmittel, ein anderes Land und Wellnessen... Balou müsste ja einen Grossteil der Zeit im Zimmer bleiben. Ist doch doof." Aber ich weiss nicht, was Frauchen gedacht hat, wo ich hingehe. Und da ich Angst habe, dass sie mich zuhause vergisst - das hat sie nämlich auch schon, wenn sie einkaufen geht oder an eine Sitzung oder so - dachte ich, ich frage mal dich an. Frauchen geht vom Donnerstag 16. bis Samstag 18. Februar weg. Da dachte ich, ich könnte doch am Mittwoch kommen und bis Sonntag bleiben... und dich und Papa Phantom, Mama Jira, Onkel Snoopy, Nichtchen Charis und deine Mädels und Philipp besuchen. Würdest du mich nehmen, Zuchtfrauchen? Ich mache mir da nämlich echt Sorgen. Keine Ahnung was Frauchen da für mich geplant hat.... Ich wäre gaaaaaanz artig, versprochen. Ich habe auch gehört, wie Frauchen zum Frauchen von meiner allerbesten Freundin Joya und zum Frauchen von meiner allerbesten Freundin Blue gesagt hat: "Balou ist im Moment sooooo brav, es ist mir schon fast unheimlich!" Aber sie hat gelacht - ich glaube also nicht, dass es ihr wirklich unheimlich ist. Ich glaube eher, dass sie das mag - sonst hätte sie wohl nicht gelacht. Ausserdem hat sie gesagt, dass ich ein Musterbeispiel für die Hundewelt bin. Jaja, genau das hat sie gesagt.

Also, ich freue mich, von dir zu hören und schlabbere dich ganz herzlich ab.

Wuff

Balou"

 


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