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28. August 2011: Ausflüge und Schulanfang

Natürlich genossen wir auch die Ferien, machten verschiedene Ausflüge nach Engelberg oder zu Züchterin Sandra. Allerdings gingen wir auch viel bei uns spazieren. Weniger als vier Stunden pro Tag waren wir wohl nur selten unterwegs. Es waren tolle Ferien!

Gegen Ende der Ferien verbrachte ich wieder mehr Zeit in der Schule - wobei Balou das total doof fand und mit hängendem Kopf durch die Gegend zottelte: "Frauchen, wieso kommen die Kinder nicht? Das kann doch nicht sein. Wissen die denn nicht, das ich da bin?"

Nun hat die Schulzeit wieder begonnen und Balou darf endlich wieder arbeiten gehen. Am Montag hütet ihn weiterhin Iris, wobei ich froh bin, denn ein frauchen- und schulfreier Tag tut ihm sicher gut.

14. August 2011: Geburtstagsfeier

Mein Irgendwiebruder Alex feierte am 14. August seinen 40. Geburi. Eigentlich wollte ich Balou zu Hause lassen, doch am Nachmittag bekam ich eine SMS: „Kerstin, unbedingt Balou mitnehmen!“ Nun, dachte ich, ist doch toll, dann muss Hundi nicht alleine zu Hause bleiben. Auf dem Hof mit dem Partyraum angekommen, wartete bereits ein älterer Yorkshire-Terrier auf Balou. Die beiden beschnüffelten sich freundlich und Balou forderte den Kleinen gleich zum Spielen auf, was alle anwesenden amüsierte. Leider wollte der ältere Herr nicht mehr mit dem Jungspund herumtoben…

So musste Balou mit mir Vorlieb nehmen. Ich warf ihm zum Trost Bällchen und wurde bald von einer Freundin von Alex abgelöst. Irgendwann fragten mich ein kleiner Junge, ob er den Ball werfen dürfe und so verbrachte ich den Rest der Zeit bis zum Nachtessen unfreiwillig mit Babysitting.

Nach einem leckeren Essen kamen dann noch weitere Jungs fragen, ob sie denn auch mit Balou spielen dürften. Natürlich durften sie und so warfen vier Jungs sicher eine halbe Stunde, wenn nicht mehr, Balous Bällchen den Hang runter. Hundchen war vorbildlich und wartete stets brav, bis ich ihn losschickte, kam mit dem Ball sofort zurück und unterhielt so auch die drei Jungen, die Angst vor Hunden haben. Irgendwann wurde es aber auch den ausdauerndsten Jungen zu viel und sie machten eine Wurfpause. In der Zeit nahm ich Balou zu mir, setzte mich mit ihm auf den Boden und begann, ihn mit Leckerli zu füttern. Sofort kamen zwei der Jungs wieder angerannt und wollten Balou auch füttern. So bekam Hundchen seinen ganzen Futterbeutel reingeschoben – am stolzesten war ich aber, dass einer der beiden Fütterjung sonst extreeeem Angst vor Hunden hat. Nach seinem Znacht, brachte ich Balou ins Auto und blockierte die Kofferraumtür, damit er nun auch etwas Ruhe haben konnte. Als ich dann nach Hause ging, war ich unglaublich stolz auf meinen tollen Krausehund.

5. bis 7. August 2011: Weekend in Obersaxen

Am Freitagnachmittag fuhren Frauchen und Balou mit einem wahnsinnig vollgeladenen Auto – Hund hatte wie immer mehr Gepäck als Frauchen – zu Hedy, wo Joya und noch mehr Gepäck ins Auto verfrachtet wurde. Nach einer langen Fahrt, auf der wir unterwegs noch Irène und ihre drei weissen Pudeldamen abpassten, kamen wir in Obersaxen an, wo Gaby und die Hirtin Sabrina bereits auf uns warteten. Das waren sechs Hunde – Gabys vier und Sabrinas zwei, plus ein Lämmchen – Lea – das von seiner Mutter verstossen worden war und das Sabrina von Hand aufzog. Fünf Frauen, ein Lamm und elf Hunde. Das war eine Party! Wir machten uns an die Zimmerverteilung: Irène und ich in einem Zimmer, Gaby und Sabrina im anderen. Hedy schlief mit Joya auf der Galerie. Nach einem feinen Znacht und viel Geplauder gingen wir um Mitternacht herum alle in die Schlafsäcke.

Die erste Nacht war ziemlich unruhig… Irgendwann hörte man in unserem Zimmer einen Hund hin und her gehen. „Fini, geh ins Bett!“, hörte ich Irène flüstern. „Woher weisst du, dass es Fini ist?“, fragte ich erstaunt. „Die Krallen…“, erklärte Irène leise. Nach wenigen Minuten ging schon wieder ein Hundi hin und her und Irène meinte leicht genervt: „Benga, geh auf die Decke!“ „Schon wieder die Krallen?“, war meine Frage. Irène bejahte. Als ich wieder am Eindösen war, hörte ich erneut einen Hund hin und her gehen. „Das ist aber keiner von deinen, oder?“, wisperte ich Irène zu. Sie verneinte und so war meine Reaktion klar: „Balou, geh aufs Deckchen!“ Kaum war es bei uns ruhig, hörten wir im Nebenzimmer jemanden kichern, einen Schlafsack öffnen oder einen Hund auf seine Decke schicken. Mal hatten wir einen Lachkrampf, mal waren es Sabrina und Gaby. Um zwei Uhr dann zündete Irène mit den Worten: „Ich muss mal aufs WC“, die Taschenlampe an. Kaum war sie aus dem Bett raus, standen drei grosse Pudel wedelnd vor ihr: „Coooooool! Und was machen wir jetzt Tolles? Gibt es jetzt eine Nachtübung wie im Lager?“, schienen sie zu fragen. Die Enttäuschung war gross, als wir den Fellnasen erklärten, sie müssten sich wieder hinlegen. Einzig Kim lag genüsslich auf Irènes Schlafsack und schlief – he ja, da sie so klein ist, darf sie das. Irgendwann nach halb vier Uhr bin ich dann doch noch eingeschlafen…

Am Samstag packten wir nach einem Frühstück unsere Rucksäcke und machten uns mit den Autos auf den Weg zum Startpunkt unserer Wanderung. Das Wetter meinte es gut: Die Sonne strahlte und plötzlich war ich doch noch froh, meine Sonnencrème eingepackt zu haben. Etwa zwei Stunden lang zogen wir bergauf. Die Hunde tobten und genossen es sichtlich. Balou wurde aber ab und zu angeleint, da er total unvernünftig jeden Hang runter rast – egal wie steil der ist… Ausserdem war er total von Lea fasziniert: He ja, ein lebendiges Plüschtierchen… Das ist doch echt was Spannendes! Irgendwann kamen wir dann ans Ziel – die Alphütte, in der Sabrina den Sommer verbringt. Es war seltsam: Wir wussten, am Hang gegenüber befinden sich ca. 400 Schafe. Wir hörten sie auch blöken. Doch sehen konnten wir sie wegen des Licht- und Schatten-Spiels nicht… Erst mit der Zeit begannen wir, die Schafe von den Felsen zu unterscheiden. Nach einem Picknick zogen wir noch ein wenig bergauf. Wir wollten zu einigen kleine Seen, die weiter oben lagen. Unterwegs machten die anderen Frauen einen Abstecher zu den Schafen, während ich bei den Hunden blieb. Einzig Gaby nahm Ocean und Nazca mit und zeigte, wie das mit den Hütehunden so läuft. Nach einer Weile gingen wir weiter den Hügel hoch. Die Hunde spielten wieder, rannten, tollten und schnüffelten herum. Immer wieder ertönte der warnende Pfiff eines Murmeltiers. Irgendwann musste ich dann Balou wieder anleinen: Er fing an, Murmeli-Spuren zu verfolgen. Nach etwa zwanzig Minuten Marsch zeigte Sabrina auf einen Gipfel und meinte: „Da oben sind die Seen!“ Was soll ich sagen? Uns verliess der Mut und wir entschieden querfeldein zur Hütte zurückzukehren. Dort assen wir ein feines Spaghetti-Znacht, bevor wir uns von Sabrina, ihren beiden Hunden und Lämmchen Lea verabschiedeten und uns auf dem Rückweg machten. In dieser Nacht schliefen alle tief und fest – sogar die Hundis ;o)

Am Sonntag frühstückten wir gemütlich und entschieden uns, den ersten Programmteil, das VitaDog auszulassen, denn es nieselte und regnete abwechlsungsweise. Die Hunde durften natürlich kurz raus und anschliessend machten wir ein Brettspiel, das ich mitgebracht hatte. Dazu braucht man zwei bis sechs Personen und mindestens einen Hund. Danach ging’s ans Aufräumen, Packen und Putzen. Zu viert ging das ziemlich zügig und schon bald brachen wir auf und fuhren nach Flims. Dort spazierten wir bei wolkigem doch trockenem Wetter auf einem schönen Spazierweg zur Mauersegler-Plattform, die ich wegen meiner Höhenangst nur von unten begutachtete. Anschliessend gönnten wir uns im nahe gelegenen Restaurant ein feines Stück Kuchen und machten uns – im Regen diesmal – auf den Weg zurück zu den Autos. Auf dem Parkplatz angekommen ging es ziemlich schnell, da es wieder stärker regnete. Wir packten die Hund ein, verabschiedeten uns und fuhren wieder nach Hause.

Am Montag, so muss ich gestehen, habe ich nicht viel von meinem Hundchen mitbekommen – er schlief und schlief und schlief… :o)

 


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