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30. Juni 2011: Training

Balou mag ja die Schaukel sehr gerne. Dabei gibt er selbst an, indem er sich "ins Zeugs legt". Wir haben das mal gefilmt. Hier die Links zum Training. Auch dabei die Zirkusnummer von Irene und Benga, der weissen Grosspudeldame...

27. Juni 2011: Welpenbesuch bei Sandra

Wir waren heute bei Züchterin Sandra zu Besuch. Es war unglaublich toll und die Welpen sind wirklich oooooooobersüss! Erst fanden sie den grossen Grossonkel Balou ja schon seeeehr gefährlich. Zur Sicherheit verschwanden sie mal UNTER die neue superduper Hundehütte. Sandras Kommentar: "Da baut man eine tolle XXL-Hundehütte und die krabbeln dauernd drunter. Nächstes Mal stelle ich einfach ein Brett dorthin. Das reicht dann." Wir Frauchens haben geplaudert, Welpen geknuddelt und uns um die Pfote wickeln lassen ;o) Ich kann euch sagen, ich konnte kaum widerstehen! Balou war total brav: Geduldig liess er sich von den Welpis beschnüffeln und näherte sich ihnen gaaaanz vorsichtig. Mit der Zeit fanden auch noch die letzten Welpis herau, das Onkel Balou gar nicht schlimm ist. Hier ein paar Fotos - und hier der Link für die Videos http://www.myvideo.ch/watch/8188983 und http://www.myvideo.ch/watch/8189090 - ääähm, ich finde leider nicht heraus, wie man einen Link daraus macht. Kopiert das Ding einfach... Sorry... ;o) Und ich weiss auch nicht, wie man das eine Video drehen könnte... Ihr müsst halt schräg schauen oder den Bildschirm kippen :o) alt alt alt alt

25. Juni 2011: Schutzengel

Heute waren Hedy, Balou, Joya und ich wieder mal am Baldeggersee spazieren. Unterwegs trafen wir einen kleinen achtjährigen Toypudelrüden - er war so gross, wie Balous Kopf. Die beiden beschnupperten einander - und wedelten um die Wette. Und ratet mal, wer den Fotoapparat nicht dabei hatte? Ich hätte mich in den Hintern beissen können. Aber es kam viel schlimmer:

Auf dem Hinweg zu unserem üblichen Pausen-Restaurant, entschieden wir beiden Frauchen, dass wir mal versuchen wollten, ob wir Joya dazu bringen könnten, zu schwimmen. Dazu suchten wir uns ein kleines Flussdelta aus und ich band Balou an einen Baum. Wir wollten Joya so richtig anstacheln und anspornen – das wäre wohl für Balou zu verlockend geworden… Und da er sonst die Stöcke rausholt, während Joya am Ufer wartet, sollte er sich diesmal nicht einmischen. Wir spielten also mit Joya und versuchten, sie so richtig auf den Stock heiss zu machen, warfen den dann rein und feuerten sie an. Es klappte aber nicht so recht: Joya ging nur rein, bis ihr das Wasser unters Kinn reichte, dann kehrte sie wieder um. Bei dem ganzen Theater drehten wir Balou alle den Rücken zu. Irgendwann hatte ich plötzlich ein komisches Gefühl. Keine Ahnung, ob ich was gehört oder aus den Augenwinkeln gesehen hatte… Auf jeden Fall drehte ich mich um und ich glaube, ich fing gleich an zu schreien. Das Bild werde ich wohl nie wieder vergessen: Balou zerrte in Panik an der Leine, wälzte, schüttelte und kratzte sich, während sicher hundert Wespen um und auf ihm waren. Ich versuchte an ihn ranzukommen, um die Leine zu lösen, schaffte es aber nicht auf Anhieb. Es war dann Hedy, der es gelang, ihn loszubinden. Wir lockten Balou zum Wasser, damit er dort reingehen würde, um die Wespen loszuwerden, doch er verstand nicht, was wir wollten. Natürlich waren wir beiden aufgeregten und schreienden Frauen keine grosse Hilfe. Balou wich uns ängstlich aus und schüttelte sich permanent. Erschrocken stellten wir fest, dass er torkelte. Ehrlich, in diesem Moment dachte ich: Es ist aus, das überlebt er nicht. In der Aufregung konnte ich nicht klar denken und dachte, es hätten ihn alle Wespen gestochen, die an ihm dran waren. Balou weigerte sich weiterhin zu mir zu kommen, schüttelte sich und torkelte im Wasser herum. Also zwang ich mich ruhig zu werden und lockte ihn zu mir. Endlich klappte es und Krausehund bekam sofort Arnikakügelchen. Anschliessend kontrollierte ich, ob noch Wespen in seinem Fell waren – Gott sei Dank waren die Biester alle weg! Um sicher zu sein und um die Stichwunden zu kühlen warf ich einen Stock ins Wasser und schickte Balou rein, um ihn herauszuholen – immer bereit, ins Wasser zu springen, sollte er untergehen. Doch Balou brachte mir den Stock brav zurück. Hedy und ich leinten die Hunde an und gingen weiter, wobei wir Balou genau beobachteten. Der torkelte zwar noch ein wenig und schüttelte sich oft, doch mit jedem Meter schien es besser zu gehen. Irgendwann gab es eine kleine Pause und zwei Frauchens und zwei Hunde bekamen Arnikakügelchen gegen den Schock.

Auf dem Rückweg gingen wir nochmals an der Stelle vorbei und achteten uns genau: Wir haben keine Ahnung, woher die Wespen kamen. Klar, da muss in der Nähe ein Nest gewesen sein, aber man sieht es nicht! Es fliegen dort auch sonst keine Wespen rum. Das hat mir mein schlechtes Gewissen etwas genommen. Ich machte mir nämlich wahnsinnige Vorwürfe, weil ich nicht genau geschaut hatte, als ich Balou festband. Doch die Wespen waren zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nicht da!

Zu Hause habe ich Balou noch gebadet, da morgen Scherereien angesagt sind. Dabei tastete ich ihn nochmals richtig gründlich ab: Es scheint echt, als hätte ihn keine einzige Wespe gestochen! Wir hatten heute wirklich einen sehr aktiven und fürsorglichen Schutzengel! Und wahrscheinlich war es auch Glück, dass ich Balou noch nicht geschoren habe: Denn wäre sein Fell kürzer gewesen, dann wäre die Sache nicht so glimpflich abgelaufen!

24. Juni 2011: Superbalou?!? Na ja....

Na ja, Superbalou hat auch so seine Höhen und Tiefen... Im Moment ist Superbalou nicht ganz so super. Er ist zwar brav, doch im Ganzen reizt er die Grenzen etwas aus: Grundsätzlich ein Tick zu langsam, ein wenig zu viel Zug auf der Leine und ein bisschen zu sehr auf anderes als auf mich konzentriert. Aber nie genug, als dass es wirklich schlimm wäre oder ich wirklich schimpfen könnte... Einfach Schlitzohr halt! Nun ja, ich hoffe es ist nur eine Phase...

Gestern hatten wir ENDLICH wieder Training. Wurde aber auch Zeit! Angekommen in Herzogenbuchsee warteten bereits unsere Gschpändlis auf uns. Gaby mit einem Welpen an der Leine... Tja, sie hat einen neuen Hund! Gott, ist die Kleine süss... Ich hab' gerade Lust auf einen Welpen gekriegt. Ich hoffe doch sehr, dass Sandra ihre Welpis alle bereits vergeben hat, sonst komme ich tatsächlich noch auf dumme Ideen, wenn wir am Montag bei ihr sind... Balou hat brav mitgemacht und war ziemlich konzentriert - wenn auch dass süsse Welpenmädchen eine Wahnsinnsverlockung darstellte, der er nicht immer widerstehen konnte... ;o) Zum Abschluss gingen wir vier Frauen noch zusammen Nachtessen. Und heute habe ich erst erkannt, wo und bei wem wir eigentlich waren. Wow, hätte ich das gewusst, wäre ich wahrscheinlich total sprachlos gewesen: Wir waren bei Nik Gygax, einem Spitzenkoch, zu Gast in seinem Restaurant Löwen in Thörigen. Das kann ich also nur empfehlen. Und besonders sympatisch war die Tatsache, dass die Hunde auch willkommen waren.

21. Juni 2011: Fotiapparat

Huiuiui! Frauchen hat ihren neuen Fotoapparat gekriegt! Das war wie Weihnachten, Neujahr, Ostern, Geburtstag und Diplomfeier zusammen! ;o) Natürlich mussten die vier Jungs gleich als Modell herhalten. Das kommt gut! Sogar Amor und Balou - die ihres schwarzen Felles wegen recht schwierig zu fotografieren sind - sehen auf diesen Fotos suuuuper aus! Ich werde sicher bald neue Fotos einstellen. Erst muss ich aber herausfinden, wieso einige Besucher die Bilder auf ihrem Bildschirm nicht sehen können... Da wird meine Schwester herhalten müssen... Ich hoffe, wir finden die Lösung!

19. Juni 2011: Wurftalent

Heute Morgen war das Wetter so, wie ich es liebe: Wind und Sonne! Balou scheint dies auch zu mögen, denn er war aufgekratzt, strahlte von einem Ohr zum anderen und hatte blitzende Augen. Bei einem Tobel fand ich, ich könnte Balous Nase wieder mal herausfordern. Rechts des Weges befindet sich eine riesige Beige mit Ästen und Baumteilen. Auf der anderen Seite des Weges ist ein etwa zwei Meter hoher Hang, der mit Kletten, Brombeeren, Haselstauden und Fuchsschwänzen überwuchert ist. Hundi musste also hinter der Beige mit Ästen „einschauen“, während ich denn Futterbeutel in der Beige versteckte. Natürlich fand Balou den Beutel ziemlich rasch – obwohl der Wind ihm die Sache etwas erschwerte. Um Krausehund herauszufordern schmiss ich den Beutel dann mal in den Hang hinein. Erst suchte Balou recht lange bei der Holzbeige. Schliesslich hatte ich dann etwas Mitleid und gab ihm den Wink, im Hang zu suchen. Als er mir den Beutel voller Freude wieder brachte, hielt ich ihm die Augen zu und warf den Beutel achtlos nochmals in den Hang. Tja, werfen ist ja nicht meine Stärke und so hing der Beutel an einer Haselstaude oben am Hang. Balou versuchte lange, ob er sich nicht von unten durch das Gestrüpp kämpfen könnte. Doch er blieb immer wieder hängen. Nach einer Weile erklärte er mir, dass er das nicht schaffe. Also schickte ich ihn um die Hecke herum, den Hang hoch, damit er es von oben versuchen sollte. Doch auch dort klappte es nicht und nach fünf Versuchen teilte mir Hundi mit: „Frauchen, das schaffe ich nicht. Du bist dran!“ Mit dieser Erklärung setzte er sich vor mich hin und blickte mich erwartungsvoll an. Ich dachte mir, das könnte ich von oben her schaffen, doch auch von oberhalb des Hanges hatte ich keine Chance zum Beutel zu gelangen… Also überlegte ich einen Moment – und hatte dann doch noch die glorreiche Idee, einen Ast von der Holzbeige zu holen. Mit dessen Hilfe konnte ich den Futterbeutel dann vom Gestrüpp angeln. Balou feierte mir zu Ehren eine richtige Party und ich glaube fast, ich war seine Tagesheldin. He ja, ich hatte ja seinen Futterbeutel gerettet! Wahrscheinlich habe ich mir aber am Nachmittag den Heldenstatus verdorben. Das passierte so:

Mit Hedy und Joya zusammen gingen Balou und ich an den Baldeggersee spazieren. An einem kleinen Flussdelta nutzten wir die Tatsache, dass niemand da war und gingen mit den Hundis an den Mini-Sandstrand. Dort warf ich für Balou einen Ast ins Wasser und freute mich darüber, dass er voller Begeisterung ins Wasser sprang und losschwamm, um ihn herauszuholen. Ich bin immer noch begeistert, dass Balou nun endlich gerne schwimmt! Hat schliesslich recht lange gedauert, bis es soweit war… Joya schwimmt noch nicht und hat sich dieselbe Strategie wie Balou dazumals ausgedacht: Wenn Balou mit dem Stock aus dem Wasser kam, versucht sie ihm das begehrte Holzstück zu klauen. Nachdem sie dann einmal mit dem Stecken abgehauen war und nicht mehr zurückkommen wollte, warf ich halt für Balou den Kong in den See. Begeistert holte Hundi sein Bällchen raus, liess es in den Sand fallen und panierte es dort. Beim zweiten Mal allerdings warf ich zu weit weg und da das Wasser etwas unruhig war, fand Balou den Ball nicht. Alle Dirigier-Versuche schlugen fehl. Also warf ich Stöckchen in die Richtung des Bällchens, traf aber nie wirklich nahe genug. Nachdem Balou immer wieder ins Wasser ging und in den See rausschwamm, um den Ball zu suchen, rief ich ihn wieder zu mir. Ich glaube nicht, dass Balou so schnell aufgegeben hätte. Aber nach 15 Minuten suchen, wurde es mir dann zu doof: Erstens wurde Balou doch langsam müde und zweitens schwamm er immer in die falsche Richtung, da der Ball nun von den Wellen weggetrieben wurde… Nun haben wir also einen Ball verloren und damit habe ich meinen Heldenstatus bei Balou auch vergeigt… Hundi war schon etwas enttäuscht, aber wir haben zu Hause ja noch zwei solche heiligen Bälle. Nach einer schönen Runde mit zwei Hunden, die unglaublich brav waren (uns Frauchens war es schon fast unheimlich) und einem feinen Dessert auf halber Strecke, habe ich nun einen zufriedenen Balou zu meinen Füssen. Ja, so ein Spiel-, Schwimm-, Tob-, Ball- und Futterbeutelsuchtag ist schon was Tolles!

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18. Juni 2011: Hundewetter

Wow, war heute bei uns Hundewetter! Am Morgen waren Balou und ich mal knapp 40 Minuten unterwegs - nach 5 Minuten war ich bis auf die Unterwäsche durchnässt. Unsere Runde blieb denn auch eher kurz. 500 Meter von unserem Haus weg ist im Moment eine grooooosse Wiese gemäht. Sie geht sanft bergauf, so dass Balou ganz viel Energie brauchte, um mir zwanzig Minuten lang die Bällchen zu bringen ;o)

Das Mittagschläfchen wäre ein Foto wert gewesen: Drei Kater, ein Hund und ein Frauchen auf dem Sofa, wild durcheinandergekuschelt ;o) Der Abendspaziergang sollte dann viiiiel länger werden als der vom Morgen: Die Sonne strahlte und der Himmel war tiefblau, bis auf ein paar Wolken weit weg über der Jurakette. Der Wind war recht stark. So Wetter liebe ich. Also nahm ich mir vor, eine grosse Runde zu machen - mindestens zwei Stunden. Bei der gemähten Wiese vom Vormittag spielte ich mit Balou erst mal eine ausgiebige Runde. Nach etwa einer halben Stunde verschwand die Sonne und ein Blick Richtung Himmel verblüffte mich: Schwarze Wolken! Innerhalb von drei Minuten wurde es fast dunkel. Ich packte Ball, Hund und Futterbeutel und zottelte Richtung Haus zurück. Gott sei Dank! Denn kaum waren wir in der Wohnung ging's so richtig los: Sturmböen und Sintflut. Es dauerte aber keine Viertelstunde, dann war der ganze Spuk vorbei. Nur war ich dann zu faul, um nochmals raus zu gehen. So machen wir uns halt einen gemütlichen Abend zu Hause. Balou wird nachher noch sein Futter in der ganzen Wohnung suchen dürfen - das macht er gerne und ist danach so richtig zufrieden und müde. Und ich? Ich geniesse es waaaahnsinnnig keinen Druck mehr zu haben. Ich kann lesen, Fern sehen, Musik hören usw. und muss nicht mehr lernen. Nach drei Jahren Studium ist das das erste Wochenende, an dem ich nicht lernen muss und auch keinen Druck verspühre. Sooooo toll! Schon fast Luxus. Ich grinse die ganze Zeit wie doof! :o)

15. Juni 2011: Erleichterung

Heute sind halt mal nicht Balou oder die Katzenjungs das Thema... sondern Frauchen: Am Montag hatte ich Geburtstag und habe vor allem den Tag mit Lernen verbracht... Zum Abendessen war ich bei meiner Mutter eingeladen und anschliessend gingen wir auf eine Balourunde zusammen. Wieder zu Hause habe ich meine Notizen nochmals durchgeschaut und ging dann schlafen...

Dann habe ich also am Dienstag meine letzte Prüfung (mündlich im Fachbereich heilpädagogische Psychologie/Förderdiagnostik) hinter mich gebracht. Die Erleichterung macht sich vor jetzt langsam bemerkbar! Ich habe heute nach der Arbeit geschlafen, eingekauft, Fern gesehen und mit Balou einen Spaziergang gemacht - und alles ohne schlechtes Gewissen, weil ich nicht am Lernen bin. Das ist unglaublich toll! Ich geniesse das richtig. Als Geburtstags- und Abschlussgeschenk habe ich mir dann auch gleich einen grossen und schon lange währenden Wunsch erfüllt: Ich habe mir eine Spiegelreflex-Digitalkamera bestellt. Also gibt es bald wieder viele neue Fotis von Balou, Cupi, Amor und Sandchu - wahrscheinlich in besserer Qualität! Denn vor allem Amor und Balou sind wegen ihrer schwarzen Farbe schwierig zu fotografieren... Mit der neuen Kamera und dem super Blitz müsste das aber dann besser aussehen - na ja, wenn ich die ganze Angelegenheit mal richtig verstanden habe... ;o)

Bei uns geht es auf den Schulschluss zu. Das heisst viele Anlässe, Elterngespräche (= Lernberichte schreiben) usw. Doch dann werde ich endlich meine Pendenz erledigen und mich dem Bereich "Schulhund" auf der Homepage widmen - versprochen!

11. Juni 2011: Katzenfutter

Als ich heute Morgen aufwachte und auf den Wecker schielte, war es Viertel vor acht. Noch eine Viertelstunde, bevor das besagte Ding lospiepen würde... Also entschied ich mich, noch etwas zu dösen. Dann kam mir in den Sinn, dass ich auch jemanden glücklich machen könnte und rief Balou zu mir. Er darf ja sonst nicht in mein Bett - ausser ich habe Albträume - dann brauche ich meinen grossen Beschützer, das kommt allerdings sehr selten vor. Somit war Balou erst etwa dreimal bei mir im Bett. Trotzdem liess er sich nur zweimal bitten, bevor er in mein Bett hüpfte und es sich so richtig bequem machte: Kopf auf meiner Schulter, leiser Seufzer und genussvolles Grunzen. Ja, so könnte Hund problemlos auch ganze Nächte verbringen ;o) Nach zehn Kraulminuten fand ich, es reicht und gab Balou das Kommando "abe". Krausehund erhob sich, drehte sich um und liess sich praktisch auf mich fallen. Halb unter dem Hund begraben musste ich nun doch lachen - so deutlich war die Botschaft: "Neeeee, Frauchen, im Bett finde ich es so bequem. Da bleibe ich lieber noch ein Bisschen." Ich gebe zu, ich habe hundeerzieherisch nicht besonders sinnvoll gehandelt, denn ich gab nach. Na ja, draussen regnete es ja auch in Strömen! Nach zwei, drei Minutan aber wurde Hund doch noch aus dem Bett gejagt und ich machte mich für den Tag bereit.

Morgens kriegen meine Katzenjungs Sandchu und Amor ihr Trockenfutter immer in Wasser eingeweicht. Bevor ich mit Balou loszottle, mache ich das Futter bereit und schliesse die Küchentüre, damit alles schön einweichen kann. Cupi kriegt ja aufgrund seiner Verdauungsprobleme eigenes Futter, das bekommt er jeweils im Badezimmer. Nun kamen Balou und ich also nass von unserer Morgenrunde nach Hause. Vor der Wohnungstür wurde Balou erst trocken gerubbelt, danach gingen wir rein und fütterten die Katzen. Balou darf, wenn ich es ihm erlaube, die Katzenfutterresten noch aufessen. Brav wie er ist, hält er sich an die Regel: Solange ich ihm kein Kommando gebe, ist das Katzenfutter tabu! Nun startete ich mit Lernen und vergass Hund und Katzenfutter und so manches andere. Als ich nach eineinhalb Stunden aufstand, um mir was zu trinken zu holen, lag Balou neben dem noch angefüllten Katzennapf und starrte verdrossen auf das lockende Futter... Ich bin ja fast geschmolzen, denn mir wurde bewusst, dass ich ihn schon mindestens eine halbe Stunde vorher hatte aufstehen und in die Küche gehen hören. Also lag er mindestens eine für ihn gefühlte Ewigkeit lang da und versuchte, das Futter zu hypnotisieren. Und das dumme Zeugs vestand einfach nicht, dass es hätte ins Baloumaul hüpfen sollen! ;o) Ich war wirklich wahnsinnig stolz auf meinen grossen Pudelhund!

10. Juni 2011: Waldnachmittag mit der 4.- 6. Klasse

Heute Nachmittag waren Balou und ich mit der 4.- 6. Klasse und deren Klassenlehrerin im Wald. Die Kinder bekamen verschiedene Aufgaben wie balancieren, barfuss eine Strecke gehen, sich mit verbundenen Augen führen lassen usw. Und mittendrin: Partyhund Balou der das aber auch wirklich megatoll fand, die Kinder beobachtete und empört bellte, wenn sie sich mal aus seinem Blickfeld entfernten - schliesslich hat man als Schulhund ja eine Verantwortung und wer weiss, ob nicht ein Kind verloren geht! :o) Natürlich durften ihn die Kinder auch immer wieder führen, was sowohl die Zwei- als auch der Vierbeiner toll fand. He ja, die Kids lassen sich halt noch eher als Frauchen überreden, irgendwo hin zu gehen, um dort zu schnüffeln... ;o) Aber eigentlich benahm sich Balou sehr gut. In Gruppen fällt es ihm zwar immer noch schwer, brav neben der leinenhaltenden Person herzugehen, doch er macht deutliche Fortschritte. Vor allem, wenn Frauchen den Beutel hielt, zottelte er seeehr brav neben ihr her! :o) Bei der Übung mit den verbundenen Augen wurde Balou auch von ganz vielen Kindern abgetastet, da die "Blindenführer" ihre Gschpändli zu ihm führten. Er fand das toll und kommentierte es mit einem erfreuten Schwanzwedeln - und als einer der blinden Jungs aus versehen auf dem Wedel des sitzenden Hundes stand, reagierte Balou als Profi-Schulhund toll: erhob sich einfach und drehte sich etwas weg. Na ja, war auch eher ein Fliegengewicht auf seinem Wedel ;o) Abends dann merkte man schon, dass so ein Nachmittag streng ist: Sowohl Frauchen als auch Hundchen machten ein kurzes Nickerchen - wobei das des Schulhundes deeeeutlich länger war als meins!

9. Juni 2011: Strenge Tage

Die Prüfung am Montag ging glatt über die Bühne. Ich denke, das habe ich geschafft. Nun steht nur noch die letzte an. Danach habe ich wieder mehr Zeit, euch auf dem Laufenden zu halten...

Balou war heute etwas mühsam: Gekläffe wegen jedes noch so kleinen Anlasses: andere Hunde, Katzen, Lamas, Pausenplatz, Mauer... Einfach doof halt! Nun ja, solche Tage gibt es halt...

5. Juni 2011: Hüpfehopfe

Auf dem Spaziergang heute Morgen war es einfach wuuuuunderschön: Traumhaftes Wetter, super Temperaturen, leichter Wind und wenig Menschen. Unterwegs trafen wir noch mein Schwesterchen Laura, die von Balou extreeem freudig begrüsst wurde, bevor er zu mir zurückraste um mich ebenso zu begrüssen: "Wow Frauchen, schön dass du hier bist!" Nach einem kurzen Schwatz gingen wir weiter und durch den Wald. Unter den beiden grossen Linden setzte sich Frauchen auf ein Bänkchen und warf eine Handvoll Leckerli ins Gras, damit Hundi was zu tun hatte. Als wir anschliessend weitergingen, spazierten wir einem Kornfeld entlang. Am Ende des Feldes befindet sich ein Rinnsal und ich schickte Balou mit den Worten: "Gang go trenke" vor. Er rannte wie der Pfeil brav auf dem Weg los und um die Ecke des Kornfeldes, um dort zu trinken. Ich war aber anscheinend etwas zu langsam nach seinem Geschmack, denn plötzlich sah ich Balou auf der Stelle hüpfen und über das Feld spähen: "Ob Frauchen auch kommt?" Das sah so lustig aus. Wie immer, wenn Balou hüpft, hat man das Gefühl, seine Ohren wollen ihn gleich zum Fliegen bringen - wie beim Elefanten Dumbo! :o)

4. Juni 2011: Balous Eskapaden

Da dachte ich doch, ich hätte einen seeeeehr braven Hund... Gestern jedoch entschied Balou, er wolle mir beweisen, dass er immer noch anders kann. Wir waren wieder mal im Moos unterwegs und nach dem Schlachthaus liess ich Balou von der Leine. Der rannte innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde sofort zurück in Richtung Schlachthaus, Nase hoch in der Luft. Mein Rufen ignorierte er erst und mir blieb das Herz fast stehen: Die Tiertötungsstation liegt direkt an der Hauptstrasse. Zwischen uns und der Strasse, bzw. dem Schlachthaus befand sich jedoch ein Bach. Balou stand also etwas ratlos vor dem Bach, Nase immer noch erhoben und schnüffelnd: "Soll ich oder nicht? Frauchen hat gerufen..." Ich pfiff und Balou drehte sich zu mir und machte ein paar Schritte in meine Richtung. Mir fiel ein richtiger Felsbrocken vom Herzen - bis ich sah, dass der Hofhund des benachbarten Bauernhofes auf Balou zuging. Von diesem Hund habe ich einen Heidenrespekt, da ich bereits zwei andere Hunde kenne, die von ihm verletzt wurden. Normalerweise gehe ich also zügig am Hof vorbei und halte immer Ausschau. Wenn "Bäri" in unsere Richtung kommt, scheuche ich ihn weg. Er scheint vor mir Respekt zu haben, da er nie näher kommt... Da ich nun aber gerufen und gepfiffen hatte, hätte ich den Hofhund auch gleich direkt einladen können. Der schlich also auf Balou zu, der ihn freundlich aber in Imponierhaltung begrüsste. Und dann ging es los: Geknurr, Gekläff - Bäri rannte auf Balou zu und versuchte ihn zu packen. Balou liess es sich aber nicht gefallen, wich knurrend aus, bellte lautstark und verscheuchte Bäri ein Stück weit. Mittlerweile war ich auch zur Stelle und verscheuchte den Hofhund noch gänzlich, lockte Balou zu mir, der sich mal vorsichtshalber hinter meine Beine versteckte - "he ja, wenn Frauchen schon da ist..." Den Rest des Spazierganges war er wieder sehr brav und himmelte mich regelrecht an. Suuuper Gefühl so als Hundeheldin ;o)
 


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