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24. März 2011: Pleiten, Pech und Frauchen

An einem schönen Märzabend bei strahlendem Sonnenschein geht Frauchen mit Pudelhund noch auf eine kurze Runde. Die Idee war zur nächsten schönen Wiese zu gehen und dort nochmals ausgiebig zu spielen. Gedacht, getan.

Auf der Wiese warf Frauchen dann das Bällchen ganz oft, Balou holte den Ball jedes Mal mit unverhohlener Begeisterung und unermüdlich… bis Frauchen den Ball in den Baum pfefferte! Balous Blick war echt filmreif: Da sass der Krausehund total verblüfft unter dem Baum und starrte in die Äste zu seinem Bällchen – schaute zu mir und wieder zum Ball und wieder zu mir und… Na ja, ganz doof bin ich ja nicht und so dachte ich mir: Das kriege ich schon hin. Unter dem Baum schwand aber meine Überzeugung wieder: Der Ball war mindestens in zweieinhalb Metern Höhe! Also versuchte ich erst mal den Ball mit Hilfe des anderen Spielzeuges zu treffen – funktionierte aber nicht. Also dachte ich mir – kein Problem, das mache ich mit der Leine. Ich löste alle Haken und schwenkte die Leine, wobei ich versuchte den Ball zu treffen. Neee, die Leine war zu kurz. Währenddessen stand Balou wedelnd neben mir und fand die ganze Sache megawitzig, wedelte begeistert und liess mich nicht aus den Augen: „Frauchen macht ein lustiges Spiel!“ Mittlerweile genervt schleuderte ich die Leine in die Luft – mit dem Resultat, dass sie am selben Ast hing, wie der Ball. :o) Balous Blick sprach Bände… ;o) Zum Schluss entschied ich mich, meine Dinge mal im Baum hängen zu lassen und irgendwo einen langen Stock zu organisieren, um Leine und Bällchen wieder zu beschaffen. Auf dem Weg runter traf ich dann Nilu und seine Menschen. Wir nahmen Stöcke aus einer Beige frisch gesägter Äste und wanderten wieder zum Baum. Dort schaffte es dann Nilus Herrchen (der grösser ist als ich), unsere Sachen runter zu hangeln. Balou spielte unterdessen begeistert mit Nilu.

Und das verblüffendste am Ganzen: Ausser Nilus Menschen hat keiner meine Peinlichkeit mitbekommen :o)

 

26. März 2011: Frühlingswanderung

Da die Herbstwanderung ins Wasser fiel, machten wir mit dem einen Schulhaus halt eine Frühlingswanderung! Frauchen und Schulhund begleiteten die Unterstufe und die Kindergartenkids, einige der 3. und 4. Klasse wanderten auch mit uns. Balou lief brav mit, wobei er aber immer noch Mühe hat, mit grossen Gruppen ohne zu ziehen zu gehen. Also hatte er schon immer etwas „Zug“ drauf. Dies war aber gar nicht so schlecht, da die kleinen Kids manchmal etwas müde waren und Balou sie dann ziehen konnte :o) Dazu hatte ich zwei Leinen an Balous Geschirr fixiert: Eine hielt ich, die andere hielt jeweils ein anderes Kind: Wir teilten die Zeit ein, in der die einzelnen Kiddies Balou halten konnten, da es eine ganze Liste „Freiwilliger“ gab! In der Mittagspause trafen wir die grösseren Kinder, welche eine längere Wanderung gemacht hatten. Die Fünft- und Sechstklässler zogen mit Balou kreuz und quer durch den Wald. Als wir alle zusammen wieder in Richtung Schulhaus wanderten, musste ich wieder managen, wer Balou wann führen durfte.

Um 14.30 Uhr waren wir zu Hause und Balou und Frauchen schliefen mal eine laaaange Runde zur Erholung. Als wir am Abend dann im Tricktraining waren, hatte Balous Konzentrationsvermögen nicht wirklich seinen Höhepunkt errreicht… und auch ich war etwas müde. Trotzdem machte das Training grossen Spass – wir beschränkten uns vor allem auf Übungen, welche auf dem Fussboden sitzend oder liegend gemacht werden konnten :o)

 

29. März 2011: Der perfekte Hund

Ich beklage mich ja ab und zu, dass Balou leicht ablenkbar und extrem übereifrig ist. Beim Tricktraining ist es oft so, dass er einfach mal voller Schwung was macht – aber nicht unbedingt das, was ich wollte, sondern das, was ihm gerade in seinem Eifer einfällt. Heute war es anders: Wie ein Maschinchen reagierte Balou auf jedes Kommando ohne zu zögern immer total richtig. Mittlerweile haben wir ein ziemliches Repertoire. Mein Favorit ist das „Parkieren“: Dabei steht Balou zuerst vis-à-vis von mir und schaut mich an. Auf das Kommando dreht er sich und geht rückwärts durch meine Beine durch. Das sieht so toll aus und er macht es soooooo gerne! Überhaupt ist er ja voller Begeisterung beim Tricksen dabei: Auch an den Probeweekends, an denen wir zwei Tage lang arbeiten, wedelt er zwei Tage lang durch. Es ist toll, etwas gefunden zu haben, was uns beiden Spass macht. Ausserdem komme ich nach jedem Training glücklich und zufrieden nach Hause. Das ist so wertvoll! Wenn ich daran denke, dass ich nach fast jedem Agilitytraining frustriert und enttäuscht war und wie schlecht das für unsere Beziehung war. Da frage ich mich echt, wieso ich mir das angetan habe. Aber bei Gaby hat auch ein Schlitzohr im Training Platz – und auch schlechtere Tage sind kein Problem. Sie findet die Hunde, mit denen sie arbeitet, grundsätzlich toll und das ist wirklich was geniales!

 

 


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